New South Wales & Australian Capital Territory

19. - 26. April Newcastle - Gold Coast

Wir können es kaum mehr erwarten wieder loszulegen und uns in neue Off-road Abenteuer zu stürzen! Gleich ab Stockton gibt es eine bekannte Off-road Strecke am Strand entlang und durch die Dünen hinauf bis Anna Bay. Am Eingang erwartet uns eine nette Rangerin und eröffnet uns das diese Durchfahrt 35 Dollar kostet und es nicht erlaubt ist unterwegs irgendwo zu campen. Da wir in West Australien an so vielen Stränden gratis rumgefahren sind kommt es uns natürlich nicht im Traum in den Sinn das zu bezahlen und wir drehen um. Es ist Karfreitag, für die meisten Australier haben die Herbstferien begonnen und die Campingnation ist munter unterwegs, es wird schwierig ein schönes Plätzchen zu finden. Wir biegen von der Autobahn ab, weg vom Meer, auf eine Nebenstrasse und von der auf eine Kiesstrasse und dann nochmals auf einen kleineren Weg. Der Pfad wird holprig, die Schlaglöcher riesig und die Pfützen bilden schon fast ein See. Wir quälen uns Kilometer um Kilometer vorwärts um zu einem Fluss zu kommen. Steigen aus, vertreten uns kurz die Beine und da sind sie auch schon. Nein, nicht die Scharen von Aussies, sondern Mücken. Innerhalb weniger Minuten schlagen wir beide wild um uns, aber nichts hilft ausser zurück in den Wagen zu springen. Natürlich müssen wir jetzt den super Off-road Strecke zurück fahren, finden kaum mehr unsere vorherige Spur. Dusty mag auch mehr den Sand und die Wüste und hat mit dem Schlamm seine liebe Mühe. Wenigstens ergeht es uns nicht so wie den anderen drei Autos die alt, verrostet, defekt und ausgeschlachtet am Strassenrand liegen geblieben sind. Wir finden eine schöne fast mückenfreie Zone im Wald und machen ein kleines Feuer, geniessen unseren ersten Abend zurück auf der Strasse. 

In Hawks Nest, erneut am Meer, scheint die Sonne und es ist angenehm warm. Der Strand und die Umgebung ist herrlich. Etwas ausserhalb der Ortschaft hat es kaum mehr Leute am Strand und wir legen einen gemütlichen Tag am Meer ein. Verbringen noch einige Zeit mit einer netten tschechischen Familie und später finde ich noch Zeit für ein bisschen Yoga am Strand. Direkt hinter den Dünen finden wir ein Plätzchen zum schlafen. Während zuhause die Tage immer länger werden geht bei uns mittlerweile die Sonne schon um 17:20 unter. Was natürlich auch Einfluss auf unser Campingleben hat. Das heisst das wir uns schon früh um einen geeigneten Schlafplatz kümmern müssen. Manchmal Essen wir sehr früh zu Abend um noch alles bei Tageslicht erledigen zu können oder wenn es schon dunkel ist dauert eben vieles ein bisschen länger und mühsamer. Auch gehen wir meistens extrem früh zu Bett, dafür um 6 Uhr morgens wieder auf.

An diesem schönen warmen Abend ohne Mücken bleiben wir noch etwas auf und essen unseren Osterhasen. Sitzen draussen, sehen den Mond über dem Meer wie er das Wasser orangefarben anstrahlt. 

Auch Morgens ist der grosse fast volle Mond noch zu sehen. Am Meer hat es Nebel und der Tau glitzert. Eine schöne Stimmung um in den neuen Tag zu starten. Wir bleiben noch bis Mittags, geniessen die Sonne und sehen Delfine vorbei schwimmen. Der Wind nimmt zu, es wird zu ungemütlich zum nochmals hier Übernachten zu können. Etwas abseits der Touristenwege, durch einen Nationalpark geht unsere Route weiter. Die Strasse wird von einem Fluss unterbrochen, auch irgendwie richtig Australisch, ohne Brücke, dafür eine Fähre die 4 Autos auf die andere Seite bringen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es einen schönen Camping, Yannick fragt nach dem Preis, Satte 73 Dollar! Natürlich fahren wir da lieber weiter und diskutieren munter über diesen Betrag. Meine Frage: Würden sie uns abends ins Bett bringen und nett zudecken bei diesen hohen Kosten? 

Wir schlagen den Lakes Way ein und kommen an verschiedenen Seen vorbei. Der grosse Myall Lakes ist klar und bildschön. Wir fahren noch auf einer unbefestigten Strasse bis Seal Rocks. Ein Surfer und Touristenmekka wie sich herausstellt. Die kleine Stadt platzt aus allen Nähten. Die Strassenränder sind mit Auto zugeparkt. Aber schön ist es wirklich in dieser Gegend. Am nächsten See ist Schluss für heute. Wir finden eine Ecke und ich spaziere noch dem See entlang und geniesse die Natur. Bei Sonnenuntergang ist unser Abendessen fertig. Das ist ein Fehler… Ich weiss nicht wer schneller isst, wir unsere Mahlzeit oder die Mücken uns!

Am Morgen begrüsst uns ein Seeadler der über dem Wasser seine Kreise zieht. Es ist ruhig und in der Ferne hört man die Meeresbrandung. In Forster, dem nächsten Ort, waschen wir den Schlamm von Dusty runter. Wir wählen für heute die Touristenroute an der Küste entlang bis Port Macquarie. Dort liegt auch gleich das Koala Krankenhaus an unserer Wegstrecke. Wir lernen einiges über die süssen Tiere. Weibliche Koalas werden im Schnitt 15 und männliche 10 Jahre alt. Hier im Krankenhaus wurde ein Weibchen sagenhafte 25 Jahre alt.  Die häufigsten Gründe für die Behandlung im Koala Krankenhaus sind: Autounfälle, Hundeangriffe und (kein Witz) Clamydien. 

Einige von ihnen müssen bleiben, andere können wieder in ihre Heimat zurück. Auch ein Problem ist der Verlust ihrer Lebensräume, durch Abholzung und Entstehung neuer Siedlung, den die Beuteltiere sind sehr ortsgebunden. 

In Port Macquarie gibt es auch wieder eine kleine Fähre um uns auf die andere Seite zu bringen. Kaum in den Nationalpark eingebogen fahren wir noch mit knappen 10km/h und die Autowäsche hätten wir uns sparen können. Die Strasse ist wirklich schlecht, so weichen wir lieber auf den Strand aus, da kommen wir wenigstens schneller voran und die Aussicht ist auch prächtig. 

Wir parken am Strand und ich erkunde noch die Gegend. Es gibt einen Fussweg auf den Hügel hoch, mit Aussicht über den Strand und die nächsten Buchten. Unruhige Bewegungen im Meer, in der Nähe der vielen Surfer, erregt meine Aufmerksamkeit. Zuerst vermute ich das schlimmste, der Weisse Hai!!! Aber es stellt sich heraus das es eine Familie Delfine ist, die in den Wellen spielen. Rumtollen, sich drehen und aufspringen. Ich schaue ihnen zu bis sie in der Ferne verschwunden sind.

Wir übernachten direkt am Strand, richtig windig ist es zum Glück nicht. Ich höre gerne dem Rauschen der Wellen zu beim einschlafen. 

Bei Sonnenaufgang ist es bewölkt und regnerisch, so ziehen wir weiter und beim fahren sind wir auch gleich am trockenen. So legen wir 120km zurück bis nach Bellingen. Alles ist so grün und vieles blüht, was eher an Frühling als an Herbst erinnert. Aber unterwegs ins Landesinnere sehen wir doch auch einige wenige Bäume in Herbstfarben. 

In Bellingen, dem schmucken Städtchen, sehen wir uns um. Viele hübsche Häuser, Alternative, Öko Läden (mit Hanfshop), ein Geländewagen als Ambulanz und dann finden wir per Zufall eine Swiss Bakery. Schon beim eintreten ist klar: Das der Laden extrem gut läuft und die Betreiber ein Paar von den Auswanderer vom Sender 3+ sind. Leider gibt es heute keine Züpfä, aber wir könnten trotzdem die halbe Bäckerei leer fressen. Wir entscheiden uns für Nussgipfel (gibt es sonst nicht in Australien) und Kaffee. Setzen uns draussen hin und der nette Bäcker leistet uns Gesellschaft. Gibt uns noch einige Tipps zur Weiterreise. Wir verabschieden uns, fahren hoch ins nächste Dorf Dorrigo und von hier aus in den Nationalpark. Ein richtig schöner dichter Regenwald durch den wir fahren und neben einem rauschenden Fluss mit kleinem Nationalparkcamping bleiben wir. Und lernen gleich unsere lustigen Nachbarn kennen, die uns ebenfalls noch Ratschläge geben.

Die Autofahrt am Morgen ist holprig und scheint sich in die Länge zu ziehen. Im Zickzack fahren wir durch den immergrünen Wald. Und plötzlich versperrt ein riesiger umgefallener Baum die Fahrbahn. Es gibt einen Weg drumherum, aber dieser ist zu matschig um den Absatz überwinden zu können. Wir versuchen die Fahrbahn mit ein paar Ästen etwas zu befestigen aber auch das funktioniert nicht, nach 20 Minuten geben wir auf und steuern einen anderen Weg an, da wir in der glücklichen Lage sind und es einen anderen Ausweg gibt! 

Irgendwann kommen wir auch im nächsten Nationalpark an. Die Strasse windet sich am Fluss entlang durch den Wald. Überall gibt es schöne flache Grassplätze und so einen suchen wir uns aus. Im Fluss baden wir und versuchen erstmals unser Glück mit der Goldpfanne. Leider ist nicht alles Gold was glänzt. Aber mich packt es völlig, bis der Rücken dann doch zu fest schmerzt. Wir machen ein Lagerfeuer und erfreuen uns an der Abgeschiedenheit.

Das Wetter ist nicht mehr so schön wie gestern so machen wir uns auf den Weg zurück in die Zivilisation. In Grafton nehmen wir mal wieder einen Camping. Und es geht es auf ins Kino! Der neue Avangers Film läuft. Das Kino ist alt, hat ein tolles Ambiente und der Film packt uns ebenfalls. 

Von Grafton geht es den weiten Weg zurück zur Küste. Zuerst nach Byron Bay, dort ist der Verkehr grauenvoll und man kommt kaum vorwärts. Der Ort hat etwas zwischen Hipster, Hippie und Surferstyle. Es hat sich sehr verändert seit wir vor 6 Jahren hier waren. Yannick will dem Stau ausweichen und fährt, zu meinem Ärger, in die falsche Richtung. Der Umweg zur Autobahn lohnt sich aber unbeabsichtigt, plötzlich sind wir auf einem Hügel und Überblicken die Küste. Abends kommen wir in Gold Coast bei unseren Kollegen an, auch wieder Verwandte von unseren Freunden in Perth. Wir werden ein paar Tage bei ihnen bleiben bevor es abermals nordwärts geht.

 

11.-18. April Stockton, Newcastle and surroundings 

Newcastle war nicht unsere Traumdestination um über eine Woche hier zu bleiben. Aber es war deutlich besser und schöner als wir die Gegend in Erinnerung hatten. Ebenfalls kann man viel unternehmen hier und Yannick hat ein neues Hobby entdeckt: Mystery Shoppen! 

Unser kleines Häuschen mit dem Zoo liegt auf einer Halbinsel im hübschen Stockton. 

Mit den drei lieben Greyhounds gehen wir häufig spazieren und können so auch gleich die nette Gegend erkunden. Es gibt viele Strände, eine lange tolle Kaimauer und schöne Aussicht nach Newcastle. Eine kleine Fähre bringt die Fussgänger innerhalb von Fünf Minuten nach Newcastle in die Innenstadt. Auch dort gibt es mehr als nur einen hübschen Strand! Die Osterferien haben begonnen, es hat aber auch sonst viele Einwohner in der Gegend. Ich habe mir noch die alte Festung angeschaut, im 2. Weltkrieg tauchte da ein japanisches U-Boot auf und versuchte die Stahlwerke zu bombardieren woraufhin das Feuer erwidert wurde. 

Abends sind häufig riesige Frachtschiffe unterwegs, die durch die schmale Bucht hinaus auf offene Meer fahren. Regelmässig hört man das Schiffshorn, es klingt wundervoll!

Eine monströse Brücke verbindet Stockton mit Newcastle. Dort ist man auch gleich im Industriegebiet mit meterhohen schwarzen Kohlenhaufen, vielen Gerätschaften und die Frachtschiffe. Es sieht Landschaftlich nicht gerade hübsch aus, aber irgendwie mag ich es trotzdem und ist übrigens sehr fotogen. 

Am anderen Ende der Halbinsel liegt Nelson Bay. Auch hier sind die Strände nicht zu verachten. Und wir können eine Segelregatta beobachten, was ebenfalls wunderschön anzusehen ist, während ein Gewitter heranzieht. 

Yannick hat eine Onlineplattform für Mystery Shopping, ect. gefunden. Das passt natürlich super zu seiner kommunikativen Art. Er gibt sich als interessierten Kunden aus und bewertet die Beratung anschliessend. Natürlich auch nicht schlecht um unsere Englischkenntnisse noch mehr aufzubessern. Yannick redet und ich schreibe anschliessend die Ergebnisse auf der Onlineplattform auf. Meistens ein lustiger Zeitvertreib, nicht immer, nach 3 Mystery Shoppings an einem Tag habe ich echt die Nase voll. 

Auch habe ich mal wieder die Gelegenheit um am Strand zu Joggen, eine Yoga Klasse zu besuchen und ins nahegelegene Schwimmbad zu gehen.

Langweilig ist uns nicht geworden, im Gegenteil, es war auch schön mal einen Tag gar nichts zu machen!

 

5. -10. April Canberra nach Sydney

Wir verabschieden uns von Canberra, unseren lieben Freundin und ihrem netten Zuhause. Nochmals geht es ein wenig durch die Berge und dann sind wir wieder zurück an der Küste. Batemans Bay zeigt sich von der schönsten Seite. Üppiges Grün, hübscher Strand, Sonne und ein gratis Camping im kleinen Nationalpark. Der Abend aber bringt Regen, so stark wie wir es bisher noch nicht erlebt haben. Ganze Flüsse fliessen von unserem Dachzelt hinunter und setzt den Eingang mit der Leiter Unterwasser. Yannick der Schlaue, schaufelt einen Abfluss und schon ist das Problem wieder behoben. Nach einer angenehmen warmen Nacht, scheint am Morgen schon wieder die Sonne. Wir geniessen den Tag hier, laufen am Strand entlang und finden schöne Rockpools zwischen den Felsen. Zum Baden ist es uns leider einige Grad zu kalt. Aber zum anschauen einfach wunderbar. Die natürlichen Pools werden mit den Wellen immer wieder mit frischem Meerwasser gefüllt, das Wasser ist klar und man kann sich alle Fische anschauen als hätte man ein Aquarium vor sich. Das Wochenende steht vor der Tür und der Camping füllt sich bis auch der letzte Platz besetzt ist. Abends kommen die Tiere wieder zu besuch. Die Possums schleichen frech ums Auto während die Wallabies eher scheu in den Büschen stehen und uns anglotzen. 

Von Batemans Bay geht es via Ulladulla nach Jervis Bay. Husskison Beach hat einen schönen weissen Sandstrand und das Dorf ist klein und vom Camping bequem zu Fuss erreichbar. Es gibt heute noch einen kleinen Markt mit vielen handgemachten hübschen Dingen. Es gibt auch einen Stand von einem der Nationalpark Ranger. Er nimmt sich Zeit viele interessante Dinge über die Flora und Fauna zu erklären. Zum Beispiel brauchten die Banksien etwa alle 8 Jahre einen Buschbrand, so das er seine Samen verteilen kann. Der Eukalyptus hingegen hat so viel Öl in seine Blättern das diese schnell und fast explosionsartig verbrennen, so das das Feuer sich zwar rasch ausbreitet aber wieder erlischt bevor der Stamm vollständig verbrennt.  

Nach Jervis Bay kommt Kiama und hier finden wir den genau gleichen Camping wie wir schon 6 Jahre zuvor waren. Direkt an der hübschen Bucht. Auch hier machen wir einen Spaziergang durchs Städtchen, zum Leuchtturm und dem berühmten Blowhole. Das Wetter ist immer noch wunderbar sonnig, aber auch windig. Die Sonne scheint schräg vom Himmel, die Schatten werden länger, auch die Uhr haben wir auf Winterzeit zurückgestellt. Abgesehen davon das alles grün ist, wird es hier langsam Herbst. 

Nächster Halt: Sydney! Wir haben hier ein Airbnb gebucht. Ein Zimmer bei einer vierköpfigen netten Familie in einem der vielen Vororte von Sydney. Nach etwa einer halben Stunde suchen, trotz Googlemaps, und einmal Klingeln beim falschen Haus, finden wir es doch noch. Hier lassen wir für heute unseren Dusty stehen und auf geht es mit dem Zug in die Stadt. Günstig und ohne Umsteigen kommen wir 50 Minuten später direkt am Sydney Harbour an. Kaum steht man draussen bleibt einem kurz die Luft weg. Die Harbour Bridge, das Sydney Opera House und dann noch ein riesiges Kreuzfahrtschiff sind zu sehen. 

Wir finden gleich das richtige Pier um mit der Passagierfähre nach Manly Beach zu kommen. Vorbei am Opern Haus, der Skyline und vielen kleinen Inseln, ist die dreissigminütige Überfahrt im nu vorbei. Manly hat hübsche ältere Häuser und riesige Villen zu bieten. Was das wohl kostet hier zu wohnen!?! 

Der zweitberühmteste Strand von Sydney ist schön und zieht dementsprechend auch viele Leute an. 

Einige Stunden später steigen wir wieder im Hafen von Sydney aus. Umrunden das Opern Haus, knipsen dabei natürlich tausendmal auf den Auslöser der Kamera und geniessen das bunte Treiben hier. Von The Rocks laufen wir unter die Harbour Bridge und finden kurz danach ein nettes Lokal um den Sonnenuntergang zu geniessen. Später treffen wir uns mit Yannick’s Cousine und ihrem Ehemann zu einem leckeren Abendessen und der Tag klingt gemütlich aus. Mit Zug und unser zweites Mal Uber, kommen wir auch gut wieder im Haus an. 

Heute versuchen wir die Stadt mit dem Auto zu erkunden. Keine so tolle Idee, der Verkehr ist die Hölle und selbst das Navigieren auf dem Beifahrersitz kostet einem den letzten Nerv. Irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir in Bondi Beach an. Dem berühmtesten Strand in Sydney. Heute hat es eindeutig weniger Leute, dicke Wolken verdecken die Sonne und der Wind wühlt das Meer zusätzlich auf. 

Nachdem Besuch in Bondi fahren wir zum Royal Hotel in den Stadtteil Paddington, dort arbeitet Yannick’s Cousine. Das Pub ist schön, riesengross und alt. Auch das Quartier scheint es schon lange zu geben. Die Aussicht auf der Dachterrasse ist wunderbar, Ausblick über das Quartier bis hinunter zum Meer. Nach einem feinen Pubnachtessen fahren wir dann eine Stunde zurück bis zum Haus. Diese 4.4 Millionenstadt ist einfach monströs…

Das kriegen wir auch nochmals am Morgen zu spüren, wir wollen nach Newcastle. Sydney grossräumig zu umfahren geht nicht, die Stadt hat sich fast bis zu den Bergen ausgebreitet. So fahren wir Stunden im gefühlten Zickzack durch Vororte. Dann wieder Highways, Ampeln, Kreiseln, Stau, es geht endlos so weiter. Bis wir uns ganz vom Süden in Sydney endlich bis zum Norden und dem Ende der Stadt durchgekämpft haben. Jetzt freie Fahrt auf der Autobahn bis nach Newcastle. Vorbei am Hafen mit den Frachtschiffen und dem riesigen Industriegebiet kommen wir nach Stockton. Einer kleinen Halbinsel mit hübschem Strand und toller Aussicht zur Stadt. Hier werden wir für die nächsten 9 Tage bleiben und unser zweites Housesitting machen. Es begrüsst uns nicht nur ein kleines Häuschen nähe Strand sondern auch 3 Windhunde, 4 Katzen und einige kleine Fische in einem Aquarium. Ich bin gespannt wie das so laufen wird mit dem kleinen Zoo! 

 

30. März - 4. April Canberra Australiens Hauptstadt 

Hier in Canberra spielt sich die Politik des Landes ab. Und davon haben viele Australier die Nase voll. Der Premierminister wechselt häufiger als man die Bettwäsche erneuert...

Wir haben viel diskutiert uns viel erfahren, vor allem gibt es Themen wo sich kein Politiker vor den Wahlen die Finger verbrennen will. Meiner Meinung nach ist das grösste Problem Australiens: Wasser

Hier ein Beispiel dazu, ein NZZ Artikel kurz zusammengefasst:

Der Murray und der Darling River bilden das grösste Flusssystem Australiens. Das Wasser kommt aus den Bergen und aus dem Norden wo es häufig (zu)viel Regen gibt. Dies versorgt den trockenen Süden mit Wasser, normalerweise. Nicht so in den letzten Jahren! Die Politiker geben der anhaltenden Dürre die Schuld. Während die betroffenen Anwohner die Schuld bei Anderen sehen. 

Viele Großunternehmen (laut den Aussies, ausländische) im Norden haben sich das Recht erkauft, nach Gewittern und Monsunregen die überflutete Landschaft abzupumpen und das Wasser in privaten Vorratsbecken zu speichern, so gelangen riesige Wassermengen gar nie ins Flusssystem. Diese verbrauchen das Wasser für riesige Baumwollplantagen und Reisfelder. Beides ist nicht gerade eine wassersparende Pflanzung... Während im Süden das Trinkwasser ausgeht und die Fische sterben unternimmt die Politik nichts.

Einziger Lichtblick ist wieder die Hilfsbereitschaft der Australier, wo Privatpersonen den Betroffenen Trinkwasser anliefert.

 

Eine andere Thematik worüber sich, genau wie bei uns, die Geister scheiden: ist die Migrationspolitik

Australiens Migrationspolitik gilt als eine der härtesten weltweit. Wer ohne Visa versucht, über das Meer auf den 5. Kontinent zu gelangen, wird entweder von Marineschiffen zur Umkehr gezwungen oder auf abgelegenen Inseln “untergebracht” oder besser gesagt, interniert. 

Auch hier entstehen häufig angeregte Diskussion mit den Einheimischen. Aus Sicht von uns Europäern hat ja Australien mehr als genug Platz für Migranten, vor allem in Vergleich mit dem vollgestopften Europa. Land ist da ja, nur das Meiste davon ist unbewohnbar. Auch wollen alle in die Grossstädte und nicht am Ende der Welt in irgendeinem Kaff wohnen. Und da gibt es noch das grösste Problem, wieder das Wasser. Mehr Menschen bedeutet ein höherer Wasserverbrauch. Genau wie viele Schweizer und Europäer werden also auch die Australier von Existenzängsten geplagt wenn sie über die Flüchtlingspolitik nachdenken.

Wir Urteilen nicht über Australien oder ihre Politik. Wir mögen die Gespräche, die verschiedenen Sichtweisen, die Lösungsansätze und so weiter. Ebenfalls mögen wir die Australier für ihre Offenheit, ihre relaxte Lebensart und den Umgang mit ihren Mitmenschen.

Auch das hier bietet lustige Diskussionen und Platz für kleine Sticheleien: Was für viele Australier eine grosse Schande bedeutet, entlockt uns ein kleines Lächeln auf den Stockzähnen... 

Kricket, Nationalsport und Stolz der Australier. Wie im Tennis gilt er als Gentlemansport. Was es um so schlimmer macht wenn man betrügt. Nein, kein Dopingfall! Der Captain und Vize, hielten es vor über einem Jahr für eine gute Idee, den Ball zu manipulieren, nicht etwa heimlich vor dem Spiel. Sondern während des Spiels vor laufenden Kameras, versuchte ein Spieler die Oberfläche des Balls aufzurauen, damit dieser griffiger wird und eine bessere Flugeigenschaft bekommt, die es dem Schlagmann erschweren soll den Ball zu erwischen. Natürlich wurden die Spieler ertappt und für lange Zeit gesperrt. Einen Tag der Nationalen Schande, stand in den Medien zu lesen… Heute sind sie zurück auf dem Spielfeld.

Canberra hat aber mehr zu bieten als die umstrittene Politik. Viel Kunst, Kultur, Shopping...

Unsere liebe Freundin Judi macht eine Stadttour mit uns. Zeigt uns zuerst die grosse Baumschule, vor einigen Jahren wurde der Wald und auch einige Häuser in der Gegend von einem Feuer vernichtet, jetzt wird alles neu angepflanzt, die Bäumchen sind noch klein aber gedeihen wunderbar. Auch den Botanischen Garten und eine kleine Kunstausstellung dort besuchen wir zusammen. Der Telstratower ist gleich auf dem Hügel nebenan. Man hat eine grossartige Aussicht auf die umliegenden Berge und auf die Stadt. Man sieht wie durchgeplant dieser Ort ist. Vor über hundert Jahren wurde Canberra die neue Hauptstadt von Australien und so mehr oder weniger aus dem Nichts errichtet.

Das Stadtzentrum ist auf zwei rechtwinklig zueinander liegende Achsen ausgerichtet, eine Wasserachse und eine Landachse vom Parlamentsgebäude auf dem Capital Hill entlang der ANZAC Parade zum War Memorial am Fusse des Mount Ainslie. Beide Gebäude schauen wir uns sowohl von Aussen wie auch Innen an. Das War Memorial ist beeindruckend und regt zum Nachdenken an. Diese Nation, die nur einmal Krieg auf eigenem Boden miterleben musste, scheint in allen anderen Krieg auch mitgemischt zu haben. An der Seite der Engländer und in der Neuzeit mit den Amerikanern. Die Liste mit den Namen der Gefallenen ist endlos und Stimmt uns traurig. Ebenso macht es mich traurig zu wissen, das diese Nation Down Under kaum Anerkennung dafür bekommt, was die Soldaten für die Welt leisten, von “Führungsmächten” wie den USA und EU. Nicht weniger aufwühlend ist der Besuch beim alten Parlamentsgebäude. Beim Eingang stehen Zelte von Aborigines, vor Jahren errichtet als eine eigene Botschaft. Im Parlamentsgebäude gibt es politische Cartoons zu sehen vom letzten Jahr. Die die grossen Probleme Australiens mit viel schwarzem Humor darstellen.

Als Abschluss dieses tollen und lehrreichen Tages, machen wir eine Schweizer Spezialität, Fondue, mit australischem Käse!

 

25. - 29. März Melbourne to Canberra

Wir haben das geliebte Tasmanien mit seinem launischen Wetter verlassen. Melbourne begrüsst uns mit windigem, schwülen Wetter. Ich fahre durchs abendliche Melbourne mit einem ungewöhnlich hohen Puls…

Yannick sollte nicht fahren, er hat sich bevor wir Tasmanien verlassen haben den Knöchel verknackst und sein Fuss ist noch immer auf die doppelte Grösse angeschwollen. Also habe ich unseren Dusty auf die Fähre manövriert und wieder hinunter. Da war ich schon glücklich, leider habe ich dabei verdrängt das wir Mitten in einer Millionenstadt im Dunkeln ankommen werden. Und ich es irgendwie schaffen muss mich mit hunderten Ampeln, mehrspurigen Kreiseln und 5-spurigen Strassen zurechtzufinden. Die Spitze des Eisbergs ist aber, das in der Stadt 60km/h erlaubt ist und die Aussies auch so schnell fahren wollen, also muss ich mich anpassen um nicht ein gefährliches Verkehrshindernis zu sein. 

Geschafft, irgendwann liegt die Stadt hinter uns, von der mehrspurigen Autobahn bleibt irgendwann nur noch eine Spur übrig. Die Orte werden kleiner, wir fahren an einem starkbeleuchteten Kohlekraftwerk vorbei und sind dann endlich am Ziel. Kurz vor Mitternacht stellen wir unser Lager im Wirilda Environment Park auf. Das erste Mal seit langem frieren wir kein bisschen im Dachzelt. 

Wir scheinen das schlechte Wetter irgendwie immer mitzunehmen. Es ist regnerisch und windig als wir am Morgen unser Zelt verlassen. In Traralgon und Bairnsdale machen wir jeweils eine kleine Pause. Die beiden Städtchen sind hübsch und wir bummeln durch die Läden. Danach geht es in Richtung Omeo. Der Tambo River schlängelt sich durchs Tal hindurch, viel Wasser führt der Fluss nicht mit sich aber die Landschaft ist wunderschön. Die kurvige Strasse windet sich am Fluss entlang langsam hinauf in Richtung Berge. Wir haben schon viele Kilometer gemacht heute und entschliessen uns an dem malerischen Fluss zu übernachten. Wir haben noch genug Zeit bevor es dunkel wird uns ein bisschen umzusehen. Es ist einsam hier, einige Farmen sind in der Nähe aber es ist ruhig und die Sonne kommt hinter den Wolken hervor. Im Fluss springt immer wieder ein grosser Fisch auf, den Yannick sofort fangen will. Einige Kängurus beobachten uns aus den Büschen oder hüpfen flink die steilen Hänge hinauf. 

Wir haben eine angenehme aber schon etwas kühlere Nacht verbracht. Wir nehmen den Rest des Weges nach Omeo in Angriff. Es geht weiter steil hinauf bis wir in dem kleinen Dorf ankommen, das der Ausgangspunkt unsere off-road Tour ist. Omeo ist ein ländliches kleines Dorf, wir gehen in ein Kaffe/ Restaurant/ Videoverleih, alles in einem. Das Museum scheint gleichzeitig eine Galerie (mit wirklich schönen Bildern) und ein privates Wohnhaus zu sein. Die Metzgerei und ein zweites Restaurant ist geschlossen und steht zum Verkauf. Die Post hat mehr zu bieten als nur Postkarten und wie immer sind die Leute freundlich und hilfsbereit. Wir informieren uns im Touristenzentrum ausführlich über die Umgebung, die letzten Brände und unsere geplante Route. Von der schwierigeren Strasse wird uns abgeraten. Da sollte man nur in Gruppen und mit Seilwinde ausgerüstet hochfahren. Also nehmen wir die einfachere Route von Banambra nach Tom Groggin. Der Einstieg ist einfach und ich fahre, dies Kiesstrasse ist gut, an einigen Stellen ausgewaschen und da es den Berg hinauf geht sind wir sowieso langsam unterwegs. Dusty spuckt wahrscheinlich schon wieder schwarze Rauchschwaden aus, wenn er sich da so den Berg hinauf kämpft. Irgendwo auf der Gravelroad verlassen wir den Bundesstaat Victoria und kommen nach New South Wales. Unterwegs treffen wir noch eine Gruppe Pensionäre an, die uns ebenfalls davon abraten auf den schwierigeren Weg zu wechseln. Eine Weile fahren wir gemeinsam weiter und unterhalten uns über den Funk. Wir verabschieden uns als wir ein schönes Schlafplätzchen neben der Strasse gefunden haben. Wir sind auf 1’350m Höhe, im Wald, keine Häuser, kein Verkehr, kein Mensch ausser uns. Der Eukalyptus duftet betörend, die Vögel singen und die Sonne scheint. Wir machen Schokobananen auf dem Feuer. Besser kann man es nicht haben!

Das Schöne und Abgeschiedene hat auch Nachteile; es wird Kalt auf den 1’350m und zwar geht das Thermometer auf 5 Grad runter in der Nacht, die Geräusche im Wald sind unheimlich. Den hier leben die Brumbies! Die Australier haben uns schon Geschichten von ihnen erzählt. Man hört sie, ihr Getrampel, das laute Schnauben und Wiehern. Es halt durch die Nacht. Yannick meint es kommt bald Sleepy Hollow um die Ecke…

Das sind Wildpferde die hier im Nationalpark in den Bergen leben. Sie lassen sich nicht blicken, aber überhöhren kann man sie nicht. 

Wir haben dementsprechend geschlafen, ich nicht wegen den Pferden, eher weil ich keine Sekunde warm hatte…

Der Morgen bringt die Sonne, diese die Wärme und der Kaffee erledigt den Rest. Tatsächlich ist der Tau auf unserem Tisch mehr eine Masse geworden und Yannick bewirft mich tatsächlich mit einem Stück Eis…

Off we go, los gehts! Runter vom Berg, jetzt wird es holpriger und noch ein Stück steiler. Teilweise gleicht es einem BMX Track… Am Ende der Strecke steht uns die erste Flussüberquerung bevor. Wir durchqueren den Murray River, der längste Fluss Australiens findet hier seinen Ursprung und sein Ende in Südaustralien. Den haben wir schon gesehen, ein alter Bekannter also, in Murray Bridge war er genug Tief das alte Dampfer auf dem Fluss verkehren. Wir sind froh das das hier noch nicht der Fall ist, ansonsten müssten wir den selben Weg wieder zurück fahren… Die Überquerung geht so schnell das ich noch gar nicht begriffen habe das wir im Wasser sind und diesmal schnellt Yannicks Puls hoch. Mit noch etwas weichen Knien fahren wir an einem Emu vorbei und dann kommen auch schon die ersten Autos. 

Dem Alpine Way entlang geht es nach Therdbo, einem Skiort. Man sieht die Lifte, die Schneisen im Wald und auch stabilere Häuser, riesige Parkplätze und alles was sonst noch so dazugehört. So richtig heimelig wird uns hier trotzdem nicht und wir fahren weiter. Hinter den Bergen von Therdbo befindet sich der höchste Berg Australiens. Der Mount Kosciuszko mit 2228m. Aussprechen kann ich den Namen kaum, genau so wie die Nächste Ortschaft Jindabyne. 

Die Australischen Alpen gefallen uns wirklich sehr, es ist eine schöne und spezielle Gegend. Wir möchten auch noch eine Nacht hier verweilen, aber ohne uns den A**** abzufrieren. Also buchen wir eine Nacht im Alpine Resort Motel, mit 67 Dollar wirklich ein Schnäppchen, Queensize Bett, Badewanne (mit Sprudelfunktion), Fernseher und ein Parkplatz für Dusty. Während ich mir ein schönes heisses Bad gönne mit einem guten Buch, freut sich Yannick über den Fernseher. 

Abends gehen wir mal wieder aus, ich habe was tolles gefunden. „Austrian Skihütte“ das müssen wir probieren. Ich habe feine Jägerspätzle und Yannick eine Auswahl toller deutscher Würste mit Weissbier. Der Besitzer ist kein Österreicher, aber ein Deutscher. Eingewandert mit seinen Eltern als er 5 Jahre alt war. Wir verstehen sein Englisch besser als wenn er mit uns Deutsch spricht. Lustiger Akzent und ein munterer Kerl. Er hat nicht viele Gäste heute Abend, so kommt er noch mit uns in die lokale Brauerei. Wir lernen wie Jindabyne korrekt ausgesprochen wird, das das Dorf im Winter mehr als dreimal soviel Bewohner hat und das das Skiticket in Therdbo 130 Dollar kostet. Es ist ein lustiger Abend geworden und so treffen wir uns am Morgen nochmals mit Hansi zum Frühstück bevor die Reise weitergeht. Wir haben noch nach einem weiteren off-road Pfad gefragt und er hatte uns einen Tip. Durch den Namadgi Nationalpark hindurch von Adaminaby nach Tharwa.

Gesagt, getan, vorbei an hübschen Farmen mit vielen Kühen und Schafen und lustigen Briefkästen an der Strasse biegen wir bei der beschrieben Abzweigung ab. Auch hier eine Kiesstrasse mit einigen unerwarteten Schlaglöchern und vielen nervigen Irritationen. Wir klappern und holpern mit Dusty über den Weg vorbei an einem einsamen alten Homestead im Nirgendwo. Es ist immer noch bergig und ein undurchdringlicher Eukalyptuswald. Finden einen Nationalparkcamping und sind dort wieder ganz alleine. Abgesehen von der grossen Spinne im Klo, den Kängurus und Wallabies und dem Possum das abends um unser Auto rumschleicht. Wir machen ein wärmendes Feuer im dafür vorgesehener Feuerstelle und verkriechen uns irgendwann in die Schlafsäcke.

Der Morgen bringt Regen und Nebel. Wir begegnen vielen Kängurus auf dem Weg. Die Kiesstrasse ist wieder zu einer normalen geteerten Nebenstrasse geworden, aber windet sich weiter durch die Berge. 50km von der Hauptstadt Australiens entfernt gibt es noch kaum Anzeichen auf Zivilisation. Kein Empfang, nur wenige Farmen und kaum Autos auf der Strasse. 

 20km vom Stadtzentrum entfernt beginnen wie aus dem nichts die Vorortquartiere von Canberra. Mittlerweile regnet es in Strömen, was aber Dusty noch nicht sauberer macht. Bevor wir bei unserer Bekannten aufkreuzen waschen wir noch den Ganzen Schmutz vom Auto, es reicht wenn wir schon aussehen als kämen wir direkt aus dem Busch. Was wir ja auch tun… Jedenfalls freuen wir uns riesig auf die nette Gesellschaft und auf ein Dach über dem Kopf.