Spanien

10. - 16. Oktober Spanien wir kommen!

Wir überqueren die Grenze nach Spanien bei Cerbère, eine tolle Strecke am Meer entlang. Mal hoch oben auf den Kaps und dann wieder unten durch kleine Buchten. Wir gucken uns den langgezogenen Strand Platja del Grau an. Der Wind ist zu stark zum kiten und definitiv nicht gemütlich zum verweilen. In Begur, auf einer Klippe übernachten wir. Die Aussicht ist der Hammer. Das Meer aber ist aufgewühlt, dunkel und bedrohlich. 

Heute ist spanischer Nationalfeiertag. Davon merkt man nicht viel, das Einzige was hier immer omnipräsent ist, ist «Libera Catalonia», mit Fahnen, aufgemalten gelben Schleifen und Bannern.

Wir verlassen die Küste und fahren Richtung Berge.

Schon die schneebedeckten Pyrenäen haben mein Schweizer Herz höher schlagen lassen. Und jetzt der Montserrat, es ist kein 4000er, aber ein Wunderwerk der Natur. Wir kommen aus dem staunen nicht mehr heraus. Montserrat bedeutet gesägter Berg, was es ziemlich genau beschreibt.

Den Ausflug dorthin verschieben wir aber auf morgen, da es auch bei den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel ist. 

In der Nähe von Talamanca finden wir einen super Camping. Eigentlich haben sie geschlossen, aber da es ein verlängertes Wochenende ist haben sie noch eine Nacht auf. Wir sind die einzigen Gäste und haben den schönen Platz ganz für uns alleine.

Am Morgen schauen wir uns das nahegelegene Dorf an. Und kurven weiter durch den Parc Natural de Sant Llorenc del Munt. Erklimmen kurz einen der Felsen und haben eine grandiose Aussicht über die Berge und Hügel. 

Eine steile, kurvige Strasse führt hoch zum Kloster Montserrat. Es sind nicht viele Leute unterwegs und die Drahtseilbahn zum Roca de St. Jaume hoch, ist fast leer. Wir wandern hoch zu verschieden Eremitagen im Gebirge. Teils Ruinen, teils noch erhalten, aber wunderschön in den bizarren Felsformationen eingebetet. Wir entdecken Gämsen die sich im steilen Abhang gemütlich sonnen. Auch sonst ist die Aussicht unbeschreiblich, man sieht übers ganze Land bis hin zum Meer nach Barcelona. 

Nach der schönen Wanderung sind wir dann auch hungrig und müde. Die Tomatenpasta die wir kochen, gibt uns noch genug kraft um einen Platz zum wildcampieren zu finden. 

Der Weg führt weiter Richtung Süden zurück ans Meer, geht durch viele kleine Dörfer und Weingebiete. L’Ampolla ist eine ziemliche Touristenhochburg, die aber leergefegt ist. Der Camping ist teuer, dafür sehr luxuriös. Der riesige Pool lädt zum Baden ein, der Wind ist aber so kühl das man keinen Zeh hineinstecken möchte. Im Campingrestaurant gibt es leckere Paella, natürlich mit Meeresfrüchten. 

Bei unserem Ausflug zum Delta de l’Ebre haben wir einen kleinen gemütlichen Camping entdeckt. Da geht es als nächstes hin.

Das Delta ist sehr schön mit seinen riesigen Reisfeldern und dem Ebro Fluss. 

Riumar ist ein kleiner Ort am Ende des Deltas in der Nähe des Naturparks. 

Der kleine süsse Camping, mit Hühnern, Katzen und Eseln, entpuppt sich als richtige Gemeinschaft. Abends sitzen wir schon mit allen Nachbaren im Restaurant beim Camping und haben eine tolle Zeit. 

Das Restaurant muss leider morgen seine Tore schliessen, Corona bedingt in ganz Katalonien... Wir versuchen noch fleissig, alles nicht haltbare, aufzuessen. Das Restaurant Tamariu ist wunderbar gelegen mit Blick auf das Meer, aber vor allem das Essen und die Menschen sind einfach Top! Die Geschichten der Wirtin über die letzten Monate betrüben uns sehr, wir wünschen ihr nur das Beste!