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Auf dem Landweg aus Mexiko nach Belize einreisen

Die Grenze von Belize nach Mexiko zu passieren ist einfach, wenn man an alles denkt. 

Die Grenze ist von Chetumal aus ist gut ausgeschildert, achte darauf, die Straße nach Libramiento zu nehmen.

Vor der Grenze wurde wir vom Militär angehalten, die nochmals unser TIP (Temporary Import Permit) und den angegeben Inhalt unseres Campervans kontrollieren. Uns aber auch noch gleich weitere Instruktionen geben. 

Für die Ausreise aus Mexiko gibt es folgendes zu erledigen:

Man holt sich den mexikanischen Ausreisestempel in der winzigen Hütte.

Dafür muss man unbedingt noch die Quittung vom Banjercito haben, die man bei der Einreise nach Mexiko erhalten hat. Ansonsten bezahlt man diese Gebühr nochmals! Eine elektronische Version (z.B. Printscreen) wird nicht akzeptiert.

Beim Parkplatz neben der mexikanischen Aduana, kann man das TIP für das Fahrzeug stornieren. 

Einreise nach Belize: 

Nach einer kurzen Fahrt kommt man zum „Fumigation“ bei der man angehalten wird, um das Fahrzeug für 120 Peso oder 12 Belize Dollars (je nach Fahrzeugtyp) „räuchern“ zu lassen und eine Quittung zu erhalten. Die Quittung muss später nochmals vorgelegt werden. Akzeptiert wird nur Bargeld, aber man darf in USD, MXN oder BZD bezahlen. 

Dann noch 2 Minuten fahrt zum Hauptgebäude der Einwanderungsbehörde, dort parkt man und geht rein. Um ein kurzes Formular auszufüllen und einen Einreisestempel in den Pass zu bekommen, was nichts kostet. (Dies bezahlt man bei der Ausreise) Es muss auf dem Formular eine Adresse in Belize angegeben werden. Bei uns ist das der erste „Campingplatz„ auf den wir fahren. 

Man wird gefragt warum man in Belize ist und wo man sich aufhalten wird. Aber Achtung, wenn man sagt das man sich auf der Durchreise befindet, denn bekommt man unter umständen nur 3 Tage Zeit zum Transit. Wir haben einen Monat bekommen.

Um das Fahrzeug einzuführen muss man im selben Gebäude weiter hinten, die Fahrzeugpapiere und den Reisepass des Fahrers vorlegen. Auch hier wird man nochmals gefragt was man hier will und wie lange man gedenkt in Belize zu bleiben.

Schließlich müssen man Bearbeitungsgebühren für ausländische Fahrzeuge (so etwas wie Strassensteuer) bezahlen. Die Kosten betragen 30 BZD (15 BZD für Motorräder) - Nur Bar! Auch hier werden USD, MXN oder BZD akzeptiert.

Dann wird evt. das Innere des Fahrzeugs kontrolliert - Obst, Gemüse, Fleisch oder Eier sind nicht erlaubt. (Keine Kontrolle oder Frage bei uns diesbezüglich)

Gleich nach der Grenze sieht man ein grosses weisses Gebäude der Insurance Company of Belize. Die Versicherung für ein Campervan kostet 46 BZD 14 Tage. Es gibt auch die Möglichkeit die Versicherung für weniger Tage zu löse und die Versicherung kann später auch noch verlängert werden, falls nötig. Es ist nur die Haftpflichtversicherung möglich.

Wir haben bei Fidarsi.de eine Vollkasko zusätzlich abgeschlossen. 

Gleich danach gab es eine Polizeikontrolle, die haben unseren Versicherungskleber angeschaut und uns durchgewinkt.

An beiden Grenzen haben wir immer die Original Papiere gezeigt und es war nirgends eine Kopie notwendig. Für den Grenzübergang nach Belize brauchten wir ungefähr 1 1/2 Stunden, alle waren super nett und hilfsbereit. Auch war der Übertritt für uns in Englisch natürlich viel einfacher als auf Spanisch. 


Auf dem Landweg aus den USA nach Mexiko einreisen

Für den Grenzübertritt haben wir Tecate gewählt. Da es eine kleine Grenze ist mit wenig Verkehr. So sind auch die Anfahrtswege ein wenig länger und umständlicher. Aber für uns hat sich der Umweg gelohnt, denn der Übertritt hier war ganz unkompliziert und alle Beamten war sehr nett.

Vor dem Grenzübergang haben wir folgendes erledigt: Kopien von Fahrzeugpapieren und Pass. Die Fahrzeugpapiere haben wir mit Google Translate soweit übersetzt.

Was natürlich sehr wichtig ist: die Fahrzeugversicherung (Kfz Versicherung). Die haben wir zuvor unproblematisch online bei BajaBound abgeschlossen.

Ungeduldig wie wir waren, sind wir zu früh an der Grenze. Der Grenze öffnet zwar um … Uhr. Aber bis 8 Uhr war es technisch nicht möglich die Gebühren zu bezahlen. Zuerst betritt man das Gebäude mit der Aufschrift “Control de Aduanas”.  Dort bekommt man das FFM “Forma Migration Multiple” (Touristenkarte) die kostet (Stand: 11.2023) 687 Peso pro Person. Dies kann bar, in USD wie auch per Kreditkarte bezahlt werden.

Danach geht es, wegen technischen Problemen zum bezahlen zum Banjercito. Zurück ins Gebäude, ein Stempel in den Pass und einen aufs FFM und so sind wir erlaubt 180 Tage in Mexiko zu bleiben. Soweit so gut, dieses Papier ja nicht verlieren!

Nun geht es wieder zum Banjercito für das sogenannte TIP, Temporary Import Permit “Permiso de Importacuon Temporal”. Da wir so gut wie kaum Spanisch sprechen, war die nette Dame am Schalter glücklich, dass wir den Fahrzeugausweis (Fahrzeugschein) zuvor übersetzt haben. Das Formular zum aufschreiben der Einrichtung des Campers, war zu unserem Glück auf Englisch übersetzt.

Der Pass und eine Kopie desselben ist für den Fahrzeughalter Pflicht. Ebenso brauchten wir noch eine Kopie vom FFM, das wir in der “Farmacia” gegenüber machen konnten. Das TIP kostet 55 USD oder 1000 Peso und kann auch per Kreditkarte bezahlt werden.

Von einigen haben wir gelesen das sie ein Deposit hinterlegen mussten, da ihr Van nicht als Camper eingetragen war. Bei uns war das nicht der Fall, da im Fahrzeugausweis Wohnwagen steht. Ein Carnet de Passages wird in in Nord- und Zentralamerika nicht benötigt. Unser Fahrzeug darf nun sogar 10 Jahre in Mexiko bleiben.

Also kann es losgehen. Wer nur die Baja California bereisen will braucht übrigens kein TIP.


Goldrausch im Yukon

 

Dredge Nr. 4

Frauen während dem Goldrausch

Goldmine heute „Goldbottom“ Tour

Unser Goldrausch

 

Dredge Nr. 4

Die Klondike Goldsucher gruben von Hand Schächte direkt bis zum Grundgestein, wo sie Goldvorkommen zu finden hofften. Die Erde war gefroren, sie feuerten sie an, um sie aufzutauen, und gruben dann, bis sie wieder auf der gefrorenen

Erde stiessen. Sie tauten und gruben den ganzen Winter über und häuften riesige Kieshaufen an. Wenn der Frühling kam und fließendes Wasser zur Verfügung stand, wurden diese Haufen ausgespült und das Gold tauchte auf. Eine mühselige wenig effiziente Arbeit. Da kamen die Dredges ins spiel, welche sehr effizient waren. 

1898, fing der erste Schwimmbagger, eine sogenannte Dredge, am Yukon River an zu arbeiten.

Dafür musste zuerst Wasserkraftwerke installiert werden um Strom für die riesigen Dredges zu generieren. Danach wurde ein System von Dämmen und Gräben errichtet um genügend Wasser zu haben, damit die Dredges überhaupt schwammen. 

Die Dredge Nr. 4, die 1912 für die Canadian Klondike Mining Company gebaut wurde, es war die erste mit einem Holzrumpf versehene Schaufelradbaggeranlage in Nordamerika. Zuerst grub sie sich durch das Klondike Valley und danach wurde sie an den Bonanza Creek verlegt, wo sie bis 1959 arbeitete. Auf dem Höhepunkt des Unternehmens fuhren ein Dutzend Schwimmbagger durch die Klondike Flüsschen. Der Abbau wurde bis 1966 fortgesetzt, bis die letzte Dredge stillgelegt wurde.

 

Frauen während dem Goldrausch

Anna DeGraf, 1839 - 1930

1984 wanderte Anna DeGraf, als 55-jährige Witwe, auf Krücken den Chilkoot Trail, während sie ihre Nähmaschine auf dem Rücken trug. Sie verbrachte mehr als 20 Jahre in Circle City, Dawson, Whitehorse, Skagway und Juneau.

Anna war nicht auf der Suche nach den Reichtümern des Klondike, sondern auf der Suche nach ihrem Sohn, der einige Jahre zuvor in den Yukon gereist war. Sie verbrachte zwei lange Winter in Circle City und nähte Zelte und Kleider.

Anna reiste im Winter 1896 nach San Francisco, um bei ihrer Tochter zu sein.

Letztendlich reiste Anna sieben Mal in den Norden. Sie half bei der Gründung der ersten Schule für einheimische und weiße Kinder in Circle City.

Anna verließ den Norden erst 1917, als sie im Alter von 78 Jahren von der Geburt einer Urenkelin in San Francisco hörte. Sie starb im Alter von 91 Jahren, ohne jemals etwas von ihrem Sohn gehört zu haben, dessen verschwinden sie auf den berühmten Chilkoot Trail schickte.

 

Lucille Hunter, 1879-1972

Lucille Hunter war 19 Jahre alt und schwanger, als sie und ihr Mann Charles 1897 die Telegraph Creek-Route zum Klondike nahmen. Lucille, eine Afroamerikanerin aus dem tiefen Süden, sagte später, dass sie seit ihrem 13. Lebensjahr auf den Feldern gearbeitet habe. Lucille und Charles blieben nur lange genug stehen, damit sie ihre Tochter zur Welt bringen konnte, die sie zu Ehren des Dorfes am Teslin Lake “Teslin” nannten.

Sie erreichten Bonanza Creek im Frühjahr und steckten einen Claim ab.

Nach Charles Tod in den 1930er Jahren arbeitete Lucille weiter an ihren Ansprüchen und verdiente sehr gut. Sie starb im Alter von 97 Jahren in Whitehorse.

 

Goldmine heute und unser Goldrausch

Es fing alles an als uns unser Grossvater den Jack London Bestseller Wolfsblut als Videokopie geschenkt hat. Ab diesem Zeitpunkt war ich Feuer und Flamme für den Yukon und seine Geschichte sowie das Kapitel Goldrausch. Später kam dann noch Discovery Chanel mit Goldrausch und den verschiedenen Formaten dazu, so das es mich noch mehr in den Bann gezogen hat. Wer würde nicht gerne einmal einen CAT Bagger oder Radlader fahren und fernab von Zivilisation auf einem selbst abgesteckten Claim nach Gold suchen. Für mich war dies immer ein Traum der beim Besuch der kleinen Goldgräber Stadt Dawson im Yukon Territorium in Kanada wahr wurde. 

Bei der Ankunft in Dawson haben wir, bei der sehr netten Familie Millar, eine Goldtour gebucht. Das Rahmenprogramm war eine Stunde hin und eine Stunde zurück fahren und die Besichtigung eines Cuts, also der Grube wo sie Gold suchen und anschliessend eine Pfanne Dreck mit Gold zu Waschen. Während des vorbeifahren an verschiedenen Claims von berühmten TV Grössen im Format Goldrausch von Discovery Chanel, habe ich realisiert das viele der Waschrinnen gar nicht laufen oder die Arbeiter irgendetwas anderes machen, entgegengesetzt dessen was einem im Fernsehen vermittelt wird.

Nach der Ankunft auf dem Claim in Goldbottom wurde uns erklärt das auf diesem Claim wo wir jetzt stehen im 18. Jahrhundert, zur Zeit des grossen Goldrausches, eine Stadt mit 10’000 Einwohnern stand. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen nur noch zwei Häuser und ein paar Schiffscontainer auf dem Claim. Gesucht werden jetzt nur noch die Überreste der Oldtimer, sprich das was die Leute des Goldrausches übrig gelassen haben oder weil der Permafrost mit den neuen Maschinen besser bearbeitet werden kann. Zudem war der Goldpreis bis ca. 1940 Staatlich auf 35 USD pro Unze Gold festgelegt und es war bis in die 70er nicht rentabel nach diesem Gold zu suchen. 

Familie Millar war das einzige Unternehmen das es sich seit 1985 zur Aufgabe gemacht hat zusammen mit der Stadt Dawson, das Goldsuchen dem Tourismus zugänglich zu machen. Ein Unternehmen heisst umgangssprachlich Operation und in dieser Operation die in der vierten Generation betrieben wird arbeiten nur vier Leute. Durchschnittlich arbeiten auf einem Claim im Yukon meistens zwei bis vier Arbeiter. Die Grössen wie Tony Beets und Parker Schnabel sind eine Ausnahme. Durch die Blume wurde uns auch erklärt das der TV Sender es den Operationen des TV Formats ermöglicht grosse Anschaffungen zu betätigen die kleinere Unternehmen gar nicht machen könnten. 

Es ist erstaunlich wie viel Baumaschinen im Hohen Norden kosten. In einem Waschsalon in Dawson hing eine Liste mit gebraucht Maschinen und deren unsagbar hohen Preisen. Der Zustand ist schlecht und die Preise sind immer noch hoch, weil das ganze Material irgendwann mal von Vancouver, Calgary oder Anchorage in den Norden gebracht werden musste und dies extreme Frachtkosten verursachte. 

Jeder der will und weiss wie es geht kann sich ein Claim im Yukon abstecken und eine Wasserlizenz beantragen. Eine Wasserlizenz ist unbedingt nötig um Gold zu waschen. Dieser Prozess kann zwei bis fünf Jahre dauern. 

Der Claim wird nie zum Eigentum desjenigen der ihn abgesteckt hat da er immer dem Staat oder dem König gehören wird. Es müssen auch immer noch 2 Prozent des Ertrages, zusätzlich zu den Steuern, dem König von England abgegeben werden. Ebenfalls muss jedes Jahr eine Arbeitsleistung von 200 CAD erbracht werden. Also wenn man nichts macht geht der Claim zurück an den Staat. Ein Claim darf auch immer von anderen Leuten betretend oder durchquert werden, da er nicht Eigentum dieser Leute ist. Jedoch darf kein Gold gewaschen werden ohne der Zustimmung des Pächters. Natürlich gibt es Leute die einen Claim besitzen, dies ist jedoch sehr selten.

Nach den ganze Erläuterungen können wir unter Anleitung des Besitzers Dave und der Tour Führerin je eine Pfanne Gold waschen. Wir finden schätzungsweisse je 5 Goldflocken im Durchmesser eines Millimeters. Ich war sehr nervös und hatte angst das es mir das Gold aus der Pfanne wäscht. Laut Dave passiert das fast nie, da das Gold schwerer ist als alles andere, bleibt es auf dem Pfannengrund. Wir sind überglücklich und zufrieden mit unserer Ausbeute. Uns wurde später erklärt, das sie zusätzlich Gold in jede Pfanne schütten da sie nicht wissen wie viel Gold im Dreck ist;-)

Wir werden darauf hingewissen das wir auf den Claims von Familie Millar gegen ein Endgeld von 140 CAD am Tag, Gold waschen können mit einer kleinen Waschrinne und einer Wasserpumpe. Da dies ein riesiger Traum von mir ist, habe ich Kathrin gesagt das ich dies unbedingt tun möchte als Geschenk zu meinem Geburtstag der noch eineinhalb Monate entfernt ist. So haben wir zwei Tage Goldsuchen gebucht. Wir dürften sogar mit unserem Camper auf dem Claim übernachten. 

Ein paar Tage später treffen wir morgens um 9 Uhr bei Millars ein und die Moskitos fressen uns gleich zur Begrüßung und Dave, der Besitzer ist nicht vorbereitet. So verbringen wir den ganzen Morgen mit herumfahren und einem Haufen so genannten «pay dirt» (Zahldreck) zu suchen. Zum Glück ist Dave sehr lustig und unterhaltsam. «pay dirt» ist eine Schicht im Erdreich wo sich das Gold sammelt, da es die letzte Schicht, den Bedrock (Steinboden) nicht durchdringen kann. Es wird nur diese Schicht gewaschen da sich alles andere gar nicht lohnen würde. Entgegengesetzt meiner Vorstellung des Bedrock, ist diese Schicht nicht Hart und aus Stein, sondern aus ganz feinem Sand welcher das Gold nicht penetrieren kann. Dieser «pay dirt» wurde früher unter widrigsten Bedienungen zu Tage gefördert. Bei uns kommt ein Radlader mit ca. 3 Kubikmetern Erde:-) und hat es hingeschüttet.

Am Nachmittag fangen wir endlich an Gold zu waschen mit unserer ca. 1 Meter langen Waschrinne und der dazu benötigten Motorpumpe. Nach ca. einer Stunde in der brennenden Sonne und der gefühlten 1’000’000 Moskitos habe ich mich ernsthaft gefragt was wir hier machen und noch Geld dafür bezahlen. Das ganze ist sehr monoton und langweilig und bedarf keiner grossen Fähigkeiten ausser einer Schaufel schwingen zu können. Als Krönung wird man noch patschnass bei der Arbeit. Schon nach kurzer Zeit mache ich mir Gedanken wie wir mehr und schneller Dreck verarbeiten könnten. Nach vier stunden haben wir die Hälfte des Haufens gewaschen und werden von Dave abgeholt. Zusammen nehmen wir die Gitter und Teppiche aus der Rinne und legen sie in einen Eimer Wasser. Auf dem Claim dem wir gewaschen haben ist Vlad, ein Slowake der ausgewandert ist und das Claim von Dave im Moment pachtet. Er ist so freundlich und hat uns alles zur verfügung gestellt. Als wir gehen, fragt er uns ob wir am nächsten Tag wieder kommen, völlig erschöpft Antworte ich, das wir uns nicht sicher seien.

Kathrin und ich setzten uns bei Millars auf die Veranda und kriegen als erstes ein kühles Bier. Wir haben den vielversprechenden Sand in unserem Goldpfannen und wirbeln ihn so herum, dass Schmutz und Gestein weggespült werden. Zurück bleiben die winzigen Flocken, das «Mehlgold». Das Ganze machen wir über einem rissigen Waschbecken so das im schlimmsten Fall das Gold das wir verlieren im Waschbecken landen würde. Wir sind die Attraktion des Unternehmens. Alle Angestellte und die Familie setzten sich ringsherum und kommentieren auf eine lustige und humorvolle Art was wir alles falsch machen. Nach einiger Unterstützung von Dave sind wir so Weit und können die Pfanne mit Gold trocknen lassen. Anschliessend holt Dave die Waage und zwei Kupfer Kännel um das Gold umzuschütten und zu wiegen. Leider steht die Waage nicht ganz gerade auf dem Holzgartentisch mit viel Spalten, so das Dave kurzerhand einen Kännel auf den Kopf stellt und die Waage darauf nivelliert, leider erwischt er den Kännel mit Gold drin. Ich traue meinen Augen kaum und fange laut an zu Lachen und frage Dave ob er jetzt tatsächlich das ganze Gold ausgeschüttet und auf der Veranda verteilt hat! Dave wird still und antwortet mit einem leisen Ja. Es bricht noch ein lauteres Gelächter von der Familie und Mitarbeitern aus, alle foppen Dave und machen dumme Sprüche. Aber alle helfen das wenige Gold zusammen zu suchen. Dave geht ins Haus und holt etwas von seinem vielen Gold und rundet die Menge grosszügig auf 0.5 Gramm auf und meint dazu, so viel war es vorhin in Etwa. Für ihn ist eine solche Menge nichts und uns wird bewusst das die Jungs hier in anderen Dimensionen rechnen. Hundemüde gehen wir am Abend ins Bett und ich bin mir sicher das ich am nächsten Tag wieder Goldwaschen will, nachdem wir nun Gold gefunden haben.

Nach dem so genannten Cleanout (Auswaschen), am zweiten Tag haben wir Sage und Schreibe 1 Gramm Gold harterarbeitet. Oder an diesem Tag, 56 Schweizer Franken. Wenn man dieses Gold jetzt einschmelzen würde, müsste man dem Schmelzmenschen noch 300 CAD abdrücken und ca. 1 bis 2 Prozent des Goldes würde verschwinden oder wie die Goldsucher sagen das dies der Schmelzer einsteckt;-). Dave war sehr nett zu uns und hat uns nur einen Tag verrechnet, da er schlecht vorbereitet gewesen sei. Seine liebe Frau Laurine hat uns noch ein Gramm Gold zugesteckt und gesagt wir sollen Dave ja nichts sagen und es tue ihr Leid seien sie so schlecht Vorbereitet gewesen:-) Uns hat das absolut nichts ausgemacht da ich einfach nur Glücklich war mich mit richtigen Goldsuchern rumzutreiben und ihre Geschichten anzuhören. Im Nachhinein ist es schon sehr extrem was die Leute im 18. Jahrhundert geleistet haben, wenn mann bedenkt das zwei Männer für die drei Kubik «pay dirt», sicher fast ein Monat benötigt hätten! Glücklich verlassen wir Goldbottom und ziehen weiter. Wenn wir wieder zuhause sind denkt daran, uns nach dem Gold zu Fragen. Wenn ihr gut hinschaut werdet ihr noch Holzstücke vom Tisch finden…

Achtung, der Beitrag kann unbezahlte, (un)absichtliche Werbung enthalten.

 

Quellen: Wikipedia, Goldbottom Tour Homepage, Museum of the North Fairbanks, Gold Rush Women von Murphy & Haigh, Gastbeitrag Yannick Ammon


Abholung Camper in Halifax

Überraschenderweise ist es an einem Tag erledigt. 

Es empfiehlt sich aber ein Mietauto zu haben.

Klar gibt es ÖV in Halifax, aber der Zoll und die Reederei liegen etwas ausserhalb des Stadtkerns.

Den Termin mit der Reederei erhält man einige Tage vorher. In einem Konferenzraum eines Hotels werden dann die Papiere ausgestellt die am Hafen und beim Zoll benötigt werden. Beim Zoll werden die üblichen Fragen gestellt; es ist von Vorteil Englisch Kenntnisse zu haben. Betont wird das der Camper nicht in Kanada eingestellt werden darf, das man das Land nicht ohne Fahrzeug verlassen darf und das es nicht erlaubt ist den Camper in Kanada zu verkaufen. Angeschaut werden die Fahrzeugpapiere und den Pass des Fahrzeuginhabers. 

Am Hafen ist eigentlich auch alles ganz unkompliziert. Aber Achtung: um 12 Uhr ist Mittagspause und alle verschwinden. Wer auf seinen Camper wartet, der wartet nun eine Stunde länger. Man wird zum Camper begleitet und es empfiehlt sich alles gut anzuschauen, den sobald das Fahrzeug das Hafengelände verlässt, kann keine Ansprüche mehr an die Seetransportversicherung gestellt werden. Vom Zoll wurden die Camper mit Klebern bei der Ankunft versiegelt. Bei uns fehlt glücklicherweise nichts im Innern und auch Aussen wurde nichts beschädigt. So kann es ja jetzt losgehen, oder?

Nein, doch nicht fehlt noch so einiges für einen Roadtrip...

In Kanada gibt es Gasflaschen und Gas nachfüllen bei Canadian Tire. Der Laden ist der Traum eines jeden Handwerkers und auch für Camper hat es so Einges zu bieten. 

Dann noch den Wassertank füllen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, wir konnten glücklicherweise unsere erste Tankfüllung bei unserem Airbnb machen. Dumping stations haben oft Trinkwasser, Nationalparks und Campingplätze bieten sich natürlich ebenfalls an. Achtung bei Dumping stations, benützt NIE denn vorhanden Wasserschlauch, das gilt für jedes Land. Ihr wollt euch nicht vorstellen wozu so ein Schlauch alles benützt wird...

Es durfte bei der Überfahrt fast alles im Fahrzeug belassen werden, ausser Lebensmittel. So geht es zur grossen Einkaufstour. Der Atlantic Superstore ist echt super, aber die riesige Auswahl und die noch grösseren Packungsgrössen können ganz schön überfordern. 

Noch Diesel dann ist alles Startklar. Diesel ist günstiger als Benzin in Kanada, so kostet der Liter umgerechnet nur 1CHF. Wie aber tankt man hier? Da gibt es auch einige Möglichkeiten je nach Tankstelle; man muss im Geschäft Vorauszahlen damit die Tanksäule entsperrt wird. Man zahlt direkt an der Zapfsäule oder an einigen Tankstellen ist es wie in der Schweiz und man bezahlt nachdem man getankt hat. Ad Blue heisst hier übrigens «diesel exhaust fluid». 

Welche Bedürfnisse noch abgedeckt werden müssen ist ganz individuell. Bei beispielsweise besteht das Bedürfnis nach Internet. Ganz so einfach ist dies in Kanada offensichtlich nicht. Das Land ist gross, die Abdeckung dementsprechend spärlich und das Datenpacket mächtig teuer. Bei Telus werden wir fündig.

An alles gedacht? Werden wir unterwegs wohl noch feststellen... 

 


Monstravel in progress

"None of us are getting out of here alive, so please stop treating yourself like an after thought. Eat the delicious food. Walk in the sunshine. Jump in the ocean. Say the truth that you're carrying in your heart like hidden treasure. Be silly. Be kind. Be weird. There's no time for anything else." (Anthony Hopkins) 

Es ist bald wieder soweit, ein bisschen albern zu sein, vielleicht sogar sonderbar, denn auf uns wartet die Sonne, das Meer und die Welt. Vorfreude ist doch die schönste Freude! 

Aber wir stecken gerade noch mitten in der Planung für unser nächstes Abenteuer. Die Planung alleine ist schon ein kleines Abenteuer und manchmal etwas nerven aufreibend. Was gibt es den da alles zu erledigen? Und wo geht es hin?

Das kannst du in den nächsten Wochen hier erfahren. Unsere aktuelle To-Do Liste:

Erledigt 

 Flug 

 Fähre und Transportversicherung gebucht

 Entfernen Lebensmittel und Wertsachen aus Camper

 Visa Kanada

 Neue Batterie für Balu

 Steuererklärung eingereicht (Yeah)

 Aufenthalt und Rückreise Hamburg planen 

Warteschleife/ Laufend 

 Unfall und Krankenversicherung

 Visa USA

 Internationaler Führerausweis

 Routenplanung

Da hakt es noch 

 Versicherung für Camper 

 Neuer Kühlschrank verbaut (Weil Schmorschaden, schei***)

 Gesamtes Campingequipment im Camper

 Gasflasche ausgebaut

 Alles was wir vergessen haben...


Auch ein SPECIAL, hör dir Monstravel auf NEO1 an:

Monstravel im Radio bei NEO1

 


Zwischen den Reisen

Was läuft bei MonsTravel zwischen zwei Reisen?

Arbeiten, Geld verdienen, Projekte beenden, Zeit mit den Liebsten zuhause verbringen und natürlich die nächste Reise "planen". Dazu hier ein kurzer Überblick über die letzten paar Monate.

 

Arbeiten:

In einem Land mit vielen Seiten

In einer ruhigen Strasse am Rande der Stadt laufe ich über die Strasse und grüsse höflich meinen Nachbarn. In einer Sprache, von der ich nur einige wenige Wörter verstehe und spreche. Die Sonne scheint vom blauen Himmel. Es ist ein angenehm warmer 

Frühlingstag.

Ich blicke zu den gegenüberliegenden grünen Hügeln, Hum und Fortica, dahinter ragt das Bergmassiv Velez auf, die Bergspitzen sind, trotz der Wärme, noch schneebedeckt. 

Unter mir im Tal liegt die Stadt Mostar, in der ich vorübergehend zuhause bin. Ich 

überblicke die Kirchen, Moscheen, Hochhäuser und den smaragdgrünen Fluss Neretva, der sich durch die Stadt schlängelt. 

Die Stadt von oben im Abendlicht ist schön und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. Ich mag die Landschaft, die Stadt und ihre Bewohner. 

Ich lasse den Blick über die Stadt schweifen. Von hier oben kann ich zwar die Häuser 

sehen, nicht aber die Einschusslöcher in deren Fassaden. Ich kann die Strassen sehen, nicht aber die Rosen im Asphalt, welche durch Granateneinschläge entstanden sind. Ich kann den sogenannten Sniper-Tower sehen, nicht aber seine blutige Vergangenheit. Auch die Tretminen, die sich noch im gegenüberliegenden Hang befinden, kann ich natürlich nicht sehen. 

Ebenso wenig sieht man den Einheimischen die Narben des Krieges an. Erst beim genaueren Hinsehen, respektive Hinhören sind sie erkennbar. Deshalb bin ich hier, um hinzuhören. 

Als Angehörige der Schweizer Armee leiste ich einen Einsatz in der militärischen Friedensförderung und gehöre einem sogenannten Liaison and Observation Team (LOT) der EUFOR Mission ALTHEA an. 

Die Mission umfasst rund 600 Soldaten aus verschiedenen europäischen Staaten. Das Hauptquartier befindet sich im Camp Butmir in der Hauptstadt Sarajevo. Etwa 200 der Soldaten sind in jeweils nationale Liaison and Observation Teams zusammengefasst und über ganz Bosnien-Herzegowina in verschiedenen Städten und Dörfern stationiert.

 

Bosnien-Herzegowina und Mostar:

Bosnien-Herzegowina ist etwas grösser als die Schweiz, hat aber deutlich weniger als halb so viele Einwohner, nämlich 3,3 Millionen. Noch einmal soviele Bürger leben als Diaspora in alle Welt verstreut. Bosnien und Herzegowina besteht geografisch aus zwei Teilen und politisch gesehen sogar aus drei Teilen.

Vor dem Krieg lebten die drei grössten Volksgruppen, Bosniaken, bosnische Serben und 

bosnische Kroaten über das ganze Land hinweg verteilt. Die ethnische Zugehörigkeit spielte damals keine grosse Rolle. 

Während des Krieges kämpften die muslimischen Bosniaken für ein zentral regiertes Staatswesen, die bosnischen Serben und Kroaten dagegen für einen serbischen, beziehungsweise kroatischen Teilstaat.

Während des Krieges kam es auch in Mostar zu Kämpfen. Das Wahrzeichen Mostars, die alte Brücke aus osmanischer Zeit, in der Landessprache Stari Most genannt, wurde bei einem mehrstündigen Beschuss durch kroatische Streitkräfte gezielt zerstört.

Mostar ist eine Stadt im Süden des Landes mit heute über 100’000 Einwohnern. Die Stadt ist vielfältig, die Kirchenglocken klingen ebenso über Mostar wie der Muezzin. Der Fluss Neretva fliesst unter der Stari Most durch, die 2004 wieder aufgebaut wurde. Diese 

Brücke verbindet den muslimisch geprägten Ostteil mit dem mehrheitlich katholischen Westteil der Stadt. Heute zieht die Brücke viele Touristen aus aller Welt an.

 

Was sind die Aufträge der EUFOR in Bosnien-Herzegowina?

Eine der Aufgaben dieser internationalen Mission ist es, zu einem sicheren und stabilen Umfeld im Land beizutragen. Die LOT’s erfüllen ihren Auftrag hierfür, indem sie den Kontakt zur lokalen Bevölkerung und Behörden pflegen, um frühzeitig Probleme, die die Sicherheitslage verändern könnten, zu erkennen. Man nennt uns deshalb auch die Augen und Ohren der EUFOR, welche für die Mission ein Frühwarnsystem für potentielle Situationsveränderungen darstellen.

Warum bin ich bei der EUFOR in Bosnien-Herzegowina? 

Warum ausgerechnet ich hier bin: Da gibt es viele Gründe. Ich habe vor einigen Jahren schon einen Einsatz in der SWISSCOY zugunsten der KFOR (Kosovo Force) geleistet. Damals habe ich viel gelernt und es war eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit. Es ist eine tolle Chance, um im Ausland zu arbeiten. Und mir ist das Engagement für den Frieden sehr wichtig. Ausserdem höre ich den Menschen gerne zu.

Als Vorbereitung auf diesen Einsatz absolviert man eine über zwei bis drei Monate dauernde Ausbildung beim Kompetenzzentrum SWISSINT der Schweizer Armee in Stans-Oberdorf. Danach ist man fit für die sechsmonatige Mission.

 

Mein Arbeitstag im LOT:

Von Montag bis Samstag beginnt mein Arbeitstag mit der Teamsitzung. Da gibt es eine Medienübersicht mit internationalen Nachrichten, ebenso Nachrichten aus der Schweiz, Bosnien-Herzegowina und Mostar. Weiter gibt es einen Rückblick zum vorhergegangenen 

Arbeitstag. Anschliessend begeben wir uns auf eine Patrouille oder bereiten uns auf ein 

Meeting vor. Während den Patrouillen durchfahren wir die schönsten Gegenden unserer Region, aber natürlich steckt auch ein Ziel dahinter. Wir zeigen hiermit der Bevölkerung, dass die EUFOR und damit internationale Präsenz vor Ort und auch im hintersten Winkel unseres Zuständigkeitsbereichs ist. Wir kontrollieren die Umgebung, achten auf die Befahrbarkeit wichtiger Verbindungstrassen. Und wir beobachten, ob sich etwas verändert hat, was einen Einfluss auf die Sicherheitslage vor Ort haben könnte. 

Steht ein Meeting an, so bereite ich mich bestmöglich darauf vor. Dafür lese ich Zeitungsartikel zum Thema, schaue alte Berichte durch und bereite einige Fragen vor. Vor dem Meeting besprechen wir uns noch im Team und mit den Übersetzern. 

Danach sind wir bereit fürs Treffen mit der lokalen Bevölkerung oder den Behörden. Dies kann ein örtlicher Polizeichef, ein Krankenhausdirektor, eine Politikerin oder ein Bauer sein. Unparteiisch hören wir uns die Meinungen aller an, da spielen Ethnie und Religion keine Rolle.

Zurzeit sind natürlich auch die Folgen von Corona ein Gesprächsthema. Das Ausbleiben von grossen Touristenscharen, die ohnehin schon hohen Arbeitslosenzahlen und die 

Impfung. Korruption und die fehlenden finanziellen Mittel sind im ganzen Land ein Thema.

Als gelernte Pharmaassistentin und Rotkreuzdienstleistende interessiere ich mich 

sehr für das Gesundheitswesen, so auch hier in Mostar. Aus unseren Gesprächen erfahren wir, dass die Abwanderung von sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften vor allem im Gesundheitswesen ein grosses Problem ist.

Über jedes Gespräch entsteht ein Bericht, der an das Hauptquartier der EUFOR 

geschickt und dort analysiert wird sowie zum Lagebild und zur Beurteilung der Situation im ganzen Land beiträgt.

 

Ich laufe noch immer einmal wöchentlich abends den Hügel hinter unserem Haus hinauf. 

Oben angekommen, tropft mir der Schweiss von der Stirn. Die Sonne scheint erbarmungslos, es ist drückend heiss, schon seit Wochen. In der Luft schwebt ein leichter Rauchgeruch. Ich schaue mich um, irgendwo in den umliegenden Bergen muss noch ein Buschbrand sein. 

Während ich laufe, finde ich Zeit zum Nachdenken.

Noch 2 Monate liegen vor mir, bis das nächste Team uns ablöst und ich Zuhause in der Schweiz meinen Ehemann wieder in die Arme schliessen kann. 

Wenn ich auf die letzten vier Monate zurückblicke, so habe ich einen grossen Erfahrungsschatz dazu gewonnen. Ich habe viele eindrückliche und traurige Gespräche geführt und so viele verschiedene Geschichten gehört.

Ganz nach Pablo Picassos Zitat: «Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder zum selben Thema malen.»

Wenn es um die Geschichte des Landes geht, so hat jede Ethnie ihre eigene Wahrheit. Geht es aber um andere Themen, so herrscht viel Einigkeit. 

Jede Münze hat zwei Seiten, in Bosnien-Herzegowina wohl sogar noch mehr.

Ein Land zwischen Hoffnung und festgefahrenen politischen Strukturen.

Die Geschichte ist traurig und die Perspektiven des Landes ungewiss.  

Aber noch besteht die Aussicht auf eine gemeinsame, friedliche und erfolgreiche Zukunft in Bosnien-Herzegowina.

Artikel erschienen im Berner Landbote am 22. September 2021

 

 



Zu guter Letzt noch das leckere Essen

Jetzt einmal etwas über die Balkan Küche. 

Für uns ist es schwer nachzuvollziehen woher ein Gericht stammt, weil man dasselbe in vielen Ländern auf der Balkanhalbinsel bekommt. Ich benutze auch nur die Schreibweise die ich zu dem Gericht kenne. 

Ganz kurz gesagt, ich liebe die Küche! Vom Kaffee über die Süssspeisen bis zu den Fleischgerichten. Nur mit dem Käse tue ich mir manchmal etwas schwer. 

Ausser Kajmak, ein super leckerer Doppelrahm ähnlicher Käse

Burek ist ein Blätterteiggericht mit würziger Füllung. Wird im Ofen oder über dem Feuer zubereitet. 

Pita Achtung der Name gilt für verschiedene Gerichte im Balkan. :-) Aber ich mag sie alle. 

Qofte Hackfleisch Bällchen

Moussaka Kartoffel- und Hackfleischauflauf

Biftek Hackfleischsteak

Ajvar Puree Mischung aus Paprika, Aubergine und Peperoni von mild bis scharf

Flija Gebäck aus Teig mit einer Sahnefüllung

Ustipci Krapfen oder Donut ähnliche Brötchen

Baklava Gebäck mit Honig oder Zuckersirup. Mit Walnüssen, Mandeln oder Pistazien als Füllung

Trileçe in Milch getränktes Süssgebäck mit einer Schicht Karamell darüber (anscheinend kommt dies aus Spanien oder Südamerika, ist aber im Balkan weiterverbreitet.) 

Auch guten Wein kann man aus der Balkanregion geniessen. 

Tolle Traubensorten/ Weinsorten sind hier Vranec, Blatina und Plavac Mali. 

Na dann, Mahlzeit und Prost! 


Routinen und unser «Alltag»

So ein richtiger Alltag wie Zuhause stellt sich natürlich im Campervan nicht ein. Trotzdem werden wir häufig gefragt wie das denn so ist und ja natürlich gibt es auch Dinge die wir regelmässig machen. So sieht etwa ein «normaler» Tagesablauf aus:

Im Bett frisch ausgeschlafen, wird ausgeknobelt wer zuerst aufsteht und Frühstück macht. 

Zum Frühstück gibt es entweder Brot oder Zopf (oft selbst gebacken), Marmelade, Honig und Käse oder ein Müsli mit frischen Früchten. Die Müslimischung besteht aus einem Müslimix mit Trockenfrüchten und Samen, dazu gebe ich Haferflocken und am Schluss noch Granola hinzu. Yannick ist immer ganz langweilig und will Milch rein. Ich wechsle lieber ab, zwischen Milch, Kefir, Ayran, Yoghurt oder Orangensaft. Für unsere Morgenroutine nehmen wir uns meistens viel Zeit. Danach wird oft spontan entschieden ob wir bleiben oder weiterfahren. 

Ist es ein Reisetag, wird alles aufgeräumt, abgewaschen und wichtig, die Schränke geschlossen. Jeder Camper kennt das, plötzlich knallt es während dem Fahren und hinten im Wohnraum ist eine Schublade aufgesprungen. 

Das Bett ist schön gemacht, die Kitesachen verstaut, das Navi eingestellt und los kann es gehen. Für mich ist Ordnung wichtig, so das alles immer am selben Ort verstaut ist, damit ich es auch schnell wiederfinde. Wenn es sich nicht an dem Platz befindet, so hat es Yannick weggeräumt. ;-) 

Unterwegs werden Dinge erledigt wie Wasser auffüllen, etwa alle 3-4 Tage oder bei Gelegenheit. Dazu benutzen wir oft die App «Park4night», die uns zeigt wo der nächste Wasserhahn zu finden ist, dasselbe für die Entleerung. Ausser im Balkan, da gibt es keine Entsorgungsstelle...

Ein- bis zweimal pro Woche gehen wir einkaufen und etwa alle 10 Tage versuchen wir die Wäsche zu waschen. Das verbinden wir meistens mit Ausflügen in eine Stadt. Mittagessen gibt es dann wenn wir hunger haben, egal ob 11 Uhr oder 14 Uhr. Am besten aber immer vor dem Einkaufen, ansonsten haben die Einkäufe kaum mehr Platz im Auto. 

Wir fahren selten länger als bis 16:00 Uhr und suchen uns lieber gemütlich einen guten Platz, ebenfalls mit der Hilfe von «Park4night». Ein guter Platz bedeutet da; auf einen Camping, auf einem Stellplatz, Parkplatz oder überall wo keine Campingverbotsschilder angebracht sind. Natürlich auch nicht «im Garten» von jemandem. Wir versuchen da immer sehr Rücksichtsvoll zu sein und vor allem den Platz sauberer zu hinterlassen als wir ihn vorgefunden haben. 

Nachmittags haben wir weniger eine Routine entwickelt, da es auch bestimmt wird vom Platz und Wetter wo man landet. Sind wir früh da und es ist schönes Wetter machen wir noch so allerhand. Ist es kalt bleiben wir lieber drin, lesen und spielen etwas, schauen Netflix oder rufen in die Schweiz an. Manchmal hat man auch Lust etwas zu backen, Brot, Zopf oder Cupcakes, alles möglich mit dem Omina Backofen. Den ich übrigens nicht mehr hergeben würde, danke nochmals meine liebe Schwiegermama!

Klar wird auch das Zuhause regelmässig gereinigt, was aber immer schnell erledigt ist. Auch unsere Körperpflege kommt nicht zu kurz. :-) Ich liebe unser «Badezimmer»! Übrigens sind die «Anführungszeichen» nur für euch und für Yannick, den für mich ist es mein richtiges Badezimmer geworden. Mir fehlt eine «richtige» Wohnung nur sehr selten. Meistens dann wenn ich gerne Yoga machen möchte und das Wetter schlecht ist. :-)

Abendessen kocht wer lust und eine Idee hat. Hier gibt es viel frisches und leckeres Gemüse. Wir haben einige neue «Campermenus» die sicher noch irgendwann in einem Special Platz haben werden und ebenso eine Homage an die lokale Küche wird folgen.

Danach machen wir den «lästigen» Abwasch gemeinsam. 

Abends bleiben wir meistens im Camper und gehen früh schlafen. Wir freuen uns schon auf den Sommer, wenn das Wohnzimmer nach draussen verlegt werden kann. 

Falls ihr noch Fragen zu unserem «Alltag» habt, könnt ihr uns die gerne im Gästebuch, per Mail oder auf Instagram stellen. 

Ansonsten, geht es jetzt noch sehr persönlich und «spirituell» weiter:

Ich habe noch meine ganz eigenen Routinen die ich irgendwie im Campingalltag einbette, auch wenn nichts eine fixe Zeit hat. 

Das wäre täglich: Dankbarkeitspraxis, Meditation, Beckenbodentraining, Atemübungen, und etwas Neues lernen.

So oft wie möglich: Bewegung z.B. Yoga, Wandern, Joggen, Theraband, SUP usw.

Morgens beim Kaffee führe ich Tagebuch und mache so auch gleich meine Dankbarkeitspraxis. Denn es gibt immer tausend Dinge wofür man dankbar sein darf. Sogar für den lästigen Abwasch von gestern Abend. Schliesslich bedeutet das, dass man noch beide Hände hat, eine Mahlzeit hatte, genügend Wasser hat und bei uns sogar das man Zeit hat mit dem Partner zu reden oder einfach schweigend zusammen eine Tätigkeit zu machen. So einen Abwasch kann also auch durchaus positiv sein und ein Grund zu Dankbarkeit sein. :-) Ebenso wie die saubere Wäsche falten, was ich immer Achtsam zelebriere. Der Duft nach frischer Wäsche, all die Kleider die wir haben und sauber wieder anziehen dürfen. Ein Grund zur Freude. Und manchmal hat sogar jemand für mich die Wäsche gewaschen!

Die Meditation mache ich wann ich Zeit und Ruhe habe, manchmal am Meer, manchmal als Gehmeditation oder als letzte Handlung des Tages zum Einschlafen. Eine Gelegenheit lässt sich immer finden. 

Beckenbodentraining ist für mich sehr wichtig geworden. Es ist die Zeit wo ich meinem Körper meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenke. Ich versuche auch sonst auf meinen Körper zu hören, aber das ist Übungssache. Genauso wie das Beckenbodentraining. Übrigens habe ich mittlerweile das Gefühl das dies jedem und jeder guttun würde. Aber dazu ein andermal mehr.

Ich habe mittlerweile viele verschiedene Atemübungen gelernt. Aber meine liebste ist die 4-7-8 Atmung, die habe ich neulich sogar Yannick beigebracht. 

Dabei atmet man 4 Sekunden durch die Nase ein, hält für 7 Sekunden den Atem an. Um dann 8 Sekunden lang auszuatmen. Hilft super beim Einschlafen, vor dem Meditieren, bei Heisshungerattacken oder einfach sonst. Ist gut fürs Herz und die Seele. :-)

Etwas Neues lernen ist für mich extrem wichtig. Und lernen kann man auf so viele Art und Weisen. Durch Gespräche, durchs Reisen und übers Lesen. Aber auch die neuste Technik ist da hilfreich; ich höre viele Podcasts und mache Kurse über die App Udemy, wo man fast zu jedem Thema etwas findet.

Und da ist noch eine Routine, die Bewegung, so oft wie möglich und so vielfältig wie möglich! Abgestimmt auf den Ort, meine Laune und das Wetter. Bei kühlem Wetter gehe ich zum Beispiel wandern, bei Mistwetter joggen (das ist dann kurz und «schmerzlos»), bei Sonnenschein gehts ab aufs Meer mit dem SUP oder auf die Matte fürs Yoga. 

Da kommt dann manchmal das Schreiben zu kurz. Aber sogar wenn ich 24h nur für mich zur Verfügung habe, reicht es nicht um alles zu machen was ich gerne möchte. Für die wichtigen Sachen nehme ich mir aber täglich Zeit! Dazu gehört auch Zeit mit meinem Lieblingsmensch zu verbringen, eine Postkarte an jemandem Zuhause zu schreiben, jemandem ein Lächeln schenken, die Natur von Müll zu befreien, den Tag geniessen und zu einfach zu LEBEN! Wofür möchtest du dir im Alltag mehr Zeit nehmen? 

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Weitere Themen die noch folgen: Die Küche im Balkan, unsere neue Camper Menüs, Beckenbodentraining und vieles vieles mehr. Denn dies ist mehr als nur ein Reiseblog. 


Balu

Yannick ist für das ganze Technische, kleinere Reparaturen und Umbauten am Auto zuständig. Da bin ich eher für die Innen Deko und Sauberkeit verantwortlich. Aber auch für mich ist es wichtig unser Zuhause soweit zu verstehen das ich im Camperalltag zurecht komme. 

Wer an Autos und Camperausstattung nicht interessiert ist braucht nicht weiter zu lesen und findet vielleicht im nächsten Spezial etwas Interessanteres.

Die Reise nach Spanien und Portugal hat nicht nur den Grund die kalte Schweiz zu verlassen und zu Reisen. Sondern auch um unseren Balu zu testen und herauszufinden was praktisch ist, was wir noch brauchen und was nicht. 

Sind die mitgelieferten Stühle bequem? Sollten wir noch Solar nachrüsten? Wollen wir noch zusätzliche Schubladen einbauen? Wie lange reicht ein Wassertank? Funktioniert alles am Auto? Was haben wir hier überhaupt alles? Was kann unser Balu, wo sind vielleicht Schwachstellen? Fragen über Fragen...

Platz scheinen wir genug zu haben, so das kein zusätzlicher Stauraum nötig ist. 

Die Klappstühle finden wir nicht so toll, brauchen wir aber bis sie kaputt gehen. Und werden erst danach durch richtige  Campingstühle ersetzt. Einen Tisch für draussen brauchen wir noch, schieben den Kauf aber hinaus weil wir noch keinen gefunden haben der unseren Anforderungen entspricht. . 

Die Batterie hält sich recht gut beim wildcampieren, sie ist ja auch noch neu. Um aber nicht ständig nach ein paar Tagen rumfahren oder den Motor laufen lassen zu müssen, wird jetzt Solar nachgerüstet. Das machen wir aber nicht selbst, das hat Simodul für uns erledigt. Da wir 3 Dachfenster haben, ist kein riesiges Panel möglich, aber wir hoffen das 180W ausreichen werden. 

Die mitgelieferten Sommerpneus eigenen sich nicht so zum off-roden und natürlich auch nicht für den Winter. Diese wurden durch die BF Goodrich All-Terrain ersetzt. Diese konnten wir schon in Australien mit Dusty (dem Toyota Land Cruiser) testen. Und das Ersatzrad hat Yannick auch gleich hinten montiert. Das mitgelieferte «Ersatzrad» von Mercedes war übrigens das Reifenreperaturset.

Der Wassertank reicht sehr gut für 4-5 Tage, da ist die Toilette schneller voll. Was wir von vielen Campern gehört haben ist, dass die Wasserpumpe sehr schnell kaputt geht, so haben wir uns schon einen Ersatz besorgt. 

Den Kompressor den wir im Misutonida Shop gekauft haben, hat Yannick schön unter dem Beifahrersitz verbaut.

Jetzt wird’s noch technischer; die Ausstattung unseres Mercedes 4x4 Sprinter :

  • MB 419CDI / 190 PS 4,0 T, V6 3.0, Hymer Grand Canyon S
  • Allradantrieb, zuschaltbar mit Getriebeuntersetzung 
  • Diesel Warmluftheizung mit Warmwasserboile 
  • Abwassertank isoliert und beheizt
  • Frischwassertank 100 Liter
  • Natürlich die 2. Batterie und den Zusatzlader
  • Chemietoilette
  • Aussen & Innendusche
  • Küche: 2 Gaskochfelder, Lavabo und Kühlschrank
  • Schrank für 2 Gasflaschen 
  • Markise
  • Trittstufe

Und natürlichen einen Haufen Elektronik. Wie praktisch dies ist, da sind wir uns nicht ganz einig: 

Fahrassistenz-Paket: Fernlicht-Assistent, Verkehrszeichen-Assistent, Aktiver Spurhalte-Assistent, Aktiver Abstands-Assistent, Aufmerksamkeits-Assistent, Totenwinkel Assistent, Rückfahrkamera, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, elektrische Parkbremse, elektronische Schliesshilfe Schiebetür, beheizbare Windschutzscheibe.

Was wir beide völlig überflüssig finden und so nie bestellt hätten sind: TV-Vorbereitung mit DVB-T Antenne und die Designbeklebung in Carboline!

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Meine 10 Lieblings Bücher 2021: 

Ich lese viel und gerne, ebenso lerne auch sehr gerne dazu. So ist die Lesevielfalt natürlich auch Grösser, von Ratgebern, über Sachbücher bis Romane. 

Laut Statistik haben die Leute in den Coronajahren 2020 & 2021 wieder mehr zu lesen angefangen, hier also ein paar Buchtipps um auch nach Corona noch fleissig weiter zu lesen und sich inspirieren zu lassen.

 

1. John Strelecky - Das Cafe am Rande der Welt

Mein neues absolutes Lieblingsbuch nicht nur im 2021! Meine TOP Empfehlung!

Drei spannende Fragen werden im Cafe am Rande der Welt gestellt: Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?

 

2. Maisie Hill - Periode Power

Das absolute MUSS für alle mit einem Zyklus. Während dem lesen gab es viele AHA Momente und die grösste Erkenntnis war, wie wenig die meisten Frauen über ihren Körper bescheid wissen, mich eingeschlossen. 

 

3. Christian Schwarz-Schilling - Der verspielte Frieden in Bosnien

Das war keine Pflichtlektüre für meinen Einsatz in Bosnien-Herzegowina, sollte es aber definitiv sein! Ebenso wie Slavenka Drakulic - Keiner war dabei (Kriegsverbrechen auf dem Balkan vor Gericht)

Beide Bücher haben mir sehr geholfen das Einsatzland und den Balkankrieg besser zu verstehen. 

 

4. Yuval Noah Harari - Eine kurze Geschichte der Menschheit

WOW! 

Das Buch stand schon lange auf meiner To-Do Liste. Wie konnte ich nur so lange warten dieses tolle Buch zu lesen? Es führte mich über ungeahnte Höhen und Tiefen hinweg, warf Fragen auf, beantwortete vieles und warf dann wieder Fragen auf. Hätte ich dieses Jahr nicht so viele gute Bücher gelesen, würde es bestimmt auf Platz 1 sein!

 

5. & 6. John Strelecky - The Big 5 for Life & Was ich gelernt habe

Nachdem ich « Das Cafe am Rande der Welt» gelesen hatte, lies es mich nicht mehr los und so verschlang ich sogleich noch mehr Bücher von dem amerikanischen Bestseller Autor. 

Auszüge aus The Big 5 for Life & Was ich gelernt habe:

7. Sergio Bambaren - Die Stimme des Meeres

Das Buch bekam ich von meiner Mutter geschenkt und sie bewies ein wahres Talent beim aussuchen. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und es berührte mich sehr. 

Es war mein 1. Buch von Sergio Bambaren, wird aber bestimmt nicht das Letzte sein. 

 

8. Jeannine Donzé - Was wir in die Welt bringen

Die Schweizer Autorin hat ein Buch geschrieben über «Frauen zwischen kinderlos und kinderfrei». Eine kurze Beschreibung:

«Mutter werden oder nicht - eine zutiefst existentielle Frage. Frauen ohne Kind mit ganz verschiedenen biografischen Hintergründen, was Beruf, Religion oder sexuelle Orienterung anbelangt, erzählen persönlich und ungeschönt. Allesamt sind sie um die 40 und mit ihrer biologischen Schwelle konfrontiert. Ihre unterschiedlichen Positionierungen zeigen das Spektrum und das Spannungsfeld zwischen kinderlos und kinderfrei auf. Die breit gefächerten Fachzugänge der Expertinnen verdeutlichen, dass die Kinderfrage nicht nur eine persönliche ist, sondern vielmehr auch gesellschaftliche, politische und medizinethische Dimensionen berührt.

Das Buch will in der eigenen Kinderfrage begleiten, zum Nachdenken über die gesellschaftliche Konnotation des Konzepts der Mutterschaft anregen und den Blick für alternative Lebensentwürfe weiten.»

Eine Empfehlung nicht nur für kinderlose und kinderfreie.

 

9. Lorenz Marti - Übrigens, das Leben ist schön

Im 2020 habe ich «Eine Handvoll Sternenstaub» vom Schweizer Schriftsteller gelesen und war begeistert. So bin ich auf «Übrigens, das Leben ist schön» gekommen. Kurze alltägliche Geschichten die einem zum lachen wie auch zum nachdenken bringen.

Hier ein kleiner Auszug zum schmunzeln:

«Der Sommer, so lese ich in einer grossen Tageszeitung, sei die Zeit um die Seele baumeln zu lassen. Und ich frage mich, wie das gehen soll. Wo finde ich das geheimnisvolle Ding, das Seele genannt wird - und wie lasse ich es baumeln? Und ich frage weiter: Angenommen, ich hätte meine Seele gefunden - möchte diese den überhaupt baumeln? Oder würde ihr nur schlecht dabei? Also bevor meine Ferien anbrechen, sollte ich diese Fragen doch noch klären.»

 

10. Michelle Obama - Becoming

Eine sehr inspirierte Frau!

 

 

Jetzt noch etwas für Erwachsene und Kinder! Nein, keine Werbung für meine Kinderbücher! :-)

Sondern ein tolles Geschenk das ich zum Abschied von einer lieben Freundin bekommen habe:

Deborah Lanz - Die Landkarte zum Herzen 

Mit Bildern von Magdalena Vogel

Ein Bilderbuch für Erwachsene und Kinder

Ein ausgezeichnetes Buch mit sehr schönen Bildern und eine Geschichte die wirklich zum Herzen führt. 

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Achtsamkeit, Meditation, Dankbarkeit und co.

Ehrlich gesagt, hatte ich nie viel übrig für Spiritualität und all das Zeug. Auch wenn ich schon seit Jahren Yoga mache, spürte ich bei diesen Themen immer eine Abneigung. 

Falls es dir auch so geht... Kein Grund jetzt nicht weiter zu lesen und sich dem Thema unvoreingenommen zu widmen.

Auf dieser Reise habe ich mich viel mit Achtsamkeit, Meditation und Dankbarkeit auseinandergesetzt. Beim Reisen lernt man sich selbst und die Welt auf eine neue Art kennen. Genauso ist das auch mit der Achtsamkeit, Meditation und Dankbarkeit. 

Vor allem in einer gestressten und konsumorientierten Welt, kann ja ein bisschen mehr Spiritualität auch nicht schaden. Da es im Moment auch gerade «IN» ist und es ein wichtiger Teil von mir geworden ist, teile ich heute meine Erkenntnisse mit euch. 

Achtsamkeit: Heisst, bemerken was im Hier und Jetzt geschieht, ohne es zu bewerten. So finden wir schneller eine Lösung oder den Weg die Situation so zu akzeptieren. Man kann zwar ständig mit den Gedanken nach vorne in die Zukunft springen oder zurück in die Vergangenheit, doch SEIN und Handeln kann man immer nur im Hier.

Wie ich Achtsamkeit versuche in meinen Alltag zu integrieren; All das Gute und Schöne um uns herum bewusst wahrnehmen und nicht daran vorbei zum Nächsten zu eilen. Auch bei unbeliebten Tätigkeiten (wie z.B. Abwaschen), darauf zu achten was man tut und es so zu erledigen als wäre es gerade das Wichtigste auf der Welt.

Auch beim Reisen kommt irgendwann der Alltag, der Tag, an dem man vergisst welches Glück man hat. Der Tag, an dem man an einem wunderschönen Strand steht und ihn trotzdem nicht mehr schätzt. Das sind die Augenblicke, an denen ich nun auf Achtsamkeit und Dankbarkeit umschalte.

Zitat: «Ich wache auf und lächle, vierundzwanzig neue Stunden liegen vor mir. Ich will jeden Augenblick des Tages vollkommen bewusst leben und allen Menschen mit Liebe und Mitgefühl begegnen.» Thich Nhat Hanh 

Meditation: Ich halte meinen Körper mit regelmässiger Bewegung und Sport fit. Weshalb sollte ich also nicht auch etwas für meinen Geist tun? Ich habe verschiedene Meditationstechniken ausprobiert. Was alle gemeinsam haben; es tut so richtig gut! Auch wenn ich noch ganz am Anfang stehe und meine Gedanken noch oft abschweifen. Das Wichtigste dabei ist; Geduld mit sich haben! 

Und dann, ganz langsam, Schritt für Schritt, übergeht man den Verstand und findet sein Herz.

Wie ich das Meditieren versuche in meinen Alltag zu integrieren; Schon am Anfang habe ich bemerkt, wie gut mir das Meditieren tut. Warum also nicht mindestens 10 Minuten mir selbst widmen, anstatt auf Facebook zu gehen oder im Internet zu surfen? Also spare ich 10-30 Minuten Social Media Zeit und investiere sie in meine Meditation. Egal ob auf Reisen oder im Berufsalltag. 

Zitat: «Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst» Dalai Lama

Dankbarkeit: Einfach dankbar sein, vor allem auch für die kleinen Dinge im Leben. Es fängt beim morgendlichen Kaffee an und kann bis zur Dankbarkeit gehen, einfach Leben zu dürfen! Für mich ist es wichtig, mehr Beachtung dem zu schenken, was gut läuft und schön ist, als sich immer zu lange mit dem aufzuhalten, was einem nicht gefällt.

Wie ich Dankbarkeit versuche in meinen Alltag zu integrieren; Bei meinem Morgenkaffe setzte ich mich hin und überlege, für was ich alles dankbar bin. Z.B. «Ich bin dankbar für den neuen Tag, ich bin dankbar für die schöne Aussicht bei meinem Morgenkaffee, usw.»

Abends schreibe ich in mein Tagebuch was ich alles erlebt habe, hebe die positiven Dinge hervor und schreibe auf für was ich heute dankbar bin. 

Zitat: «Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren die glücklich sind» Francis Bacon

Warum dieser Spirituelle Weg?

Wir wollen auch nach dieser Reise nicht zurück in eine normale Wohnung und ein “normales” Leben. Unser Ziel ist soweit definiert, dass wir Reisen wollen und dazwischen nachhause kommen und zu arbeiten um die nächsten Zeit zu finanzieren. Wir bewegen uns immer mehr in eine unkonventionelle Richtung. Dies braucht sowohl Mut als auch Vertrauen.

Vertrauen in sich selbst und die gesetzten Ziele. Vertrauen, dass die Freunde und Familie einem wieder willkommen heissen nach Monaten der Abwesenheit. Mut, um seine Träume in die Tat umzusetzen. Mut dazu, jedesmal von neuem zu Beginnen und den nächsten Schritt zu wagen. Mut, die Angst zu überwinden was alles dabei schiefgehen könnte. Mut, neue eigene Wege zu gehen.

Ganz bestimmt wünscht sich nicht jeder so ein Leben auf Reisen. In einem Auto zu leben und von einem Ort zum nächsten zu ziehen. Aber vielleicht hast auch du ein Traum? Was möchtest du in deinem Leben? Einen neuen Job, eine bessere Wohnung oder etwas Neues lernen? Dann los, warum auch nicht!?

If you can dream it, you can do it!

Die Kombination Achtsamkeit, Dankbarkeit und Meditation ist unschlagbar. Aber man kann sich natürlich das raus picken, was einem gerade anspricht oder etwas bringt. 

Für mich ist es die Kombination, weil; Achtsamkeit und Dankbarkeit lehrt mich glücklich und zufrieden zu sein im Hier und Jetzt. Meditation lehrt mich, dass ich auch ein Herz habe, nicht nur einen Verstand und ich bemerke, dass da mehr als nur mein Körper und mein Geist ist. Da ist Stille, Liebe und ein Universum mit unendlichen vielen Möglichkeiten...

Folgende Bücher haben mir dabei geholfen:

Schön dass es dich gibt von Laura Marina Seiler

Now! von Karin Furtmeier & Heike Mayer

Danke für die Hilfe und Inspiration auch an Yoga Shiromani.

 

Hört sich für dich kitschig oder nach spirituellem Quatsch an? 

Glaubst du mehr an Wissenschaft und Fakten? 

Ich eigentlich auch, das Tolle ist, dass es sehr viele Studien und wissenschaftliche Erklärungen dazu gibt: 

Das Gesetz der Resonanz von Pierre Franckh

Oder auch

Eine Handvoll Sternenstaub von Lorenz Marti

Schaust du lieber Netflix?

Auf Netflix, Explained, unser Kopf, Achtsamkeit 

Viel Vergnügen! Und denk daran: If you can dream it, you can do it!

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Reisen während Corona

Falls ihr heute schon mehr als ein Artikel zum Thema Corona gelesen habt, dann lasst es bleiben! Zu viele Infos um dieses Thema tut dem Gemüt auch nicht gut.

Zuerst vorne weg, ich habe am Anfang versprochen mich nicht zum Thema Corona und Reisen zu äussern. Was ich im Blog auch nie gemacht habe, aber wir werden sehr oft danach gefragt. Deshalb hier ein wirklich kurzes Special dazu: 

Covid-19, macht das Reisen nicht unmöglich und auch nicht unbedingt schwieriger, wenn man nicht mit dem Flugzeug verreisen will. 

Das Einzige was wirklich schwierig ist, man glaubt es kaum, sind die richtigen Infos und die geltenden Massnahmen der Regionen zu finden und inhaltlich zu verstehen. Bei dem Überfluss an News, Gerüchten und falschen Informationen ist es schwierig den Überblick zu behalten. 

Ich mag ja die Nachrichten schon seit Monaten nicht mehr lesen, aber jemand von uns muss informiert bleiben. So bleibt es an Yannick hängen auf dem Laufenden zu bleiben. 

In jedem Land das wir auf unserer Europatour bereist haben, gelten andere Regeln. Teils ändert sich das schon innerhalb der Regionen. Dazwischen wurden die Massnahmen zuerst gelockert dann natürlich wieder verschärft. 

Die falschen Gerüchte streuen meistens die Campernachbaren, die nicht lokalen Zeitungen und ich muss es zugeben, manchmal auch die besorgten Leute zuhause. Beim Campen ist es schön, dass das Abstandhalten kein Problem ist. Auch sind wir nicht exponierter als Zuhause, da wir nicht arbeiten, würde ich sagen das wir sogar weniger Kontakte haben. Grossstädte wie Stockholm, Paris und Barcelona haben wir deshalb aber auch ausgelassen. Wir waren viel in der Natur und ganz für uns Alleine, vor allem in Schweden. 

Das Wichtigste ist, dass man sich Sicher und Gesund fühlt!

Bei weiteren Fragen zum Reisen während der Pandemie dürft ihr uns gerne direkt kontaktieren. Wir stehen euch gerne mit Rat zur Seite! 


 

 Fragen an das Leben

Klar, wir verbringen als Paar überdurchschnittlich viel Zeit zusammen. Was für uns kein Problem ist, nur manchmal, da geht einwenig der Gesprächsstoff aus. Weil man dasselbe macht, das gleiche sieht und sich nicht mit Freunden trifft. 

In diesen Momenten haben wir das Buch von Rolf Dobelli dabei: Fragen an das Leben

Es regt zum denken an, entfacht Diskussionen und oft auch ein Lachen. Es gibt viele Verschiedene Themen, wie Moral, Liebe, Geld, Alter, Sport, Weltall und vieles mehr. Hier einige Beispiele für euch:

Wer schweigt lieber über Gefühle- Sie oder Ihre Frau/Ihr Mann?

-Wen etwas schiefgeht, geht es dann so schief, wie Sie es sich vorgestellt haben, oder geht es auf eine völlig neue Art schief? Was ist Ihnen lieber?

Was haben Sie in den letzten zwei Jahren gemacht, um seelisch auf dem neusten Stand zu bleiben?

Ab welchem Alter wird Politisieren taktlos, weil die Konsequenzen nicht mehr einen selbst betreffen, sondern nur noch die anderen?

Wie sympathisch sind Ihnen Menschen, die aus steuerlichen Gründen an hässliche Orte ziehen?

Wie peinlich ist es Ihnen, dass ausserirdische Zivilisationen unsere Fernsehprogramme empfangen können?

-Treiben Sie Sport aus Lust oder aus Vernunft?

Was ist Ihrer Karriere förderlicher - was Sie sagen oder was Sie verschweigen?

Was kommt häufiger vor: Sie appellieren ans Gewissen, oder das Gewissen appelliert an Sie?

Hätten Sie Ihren Vorgesetzten eingestellt?

Perfekt für ins Stocken geratene Familienzusammenkünfte in der Adventszeit! Oder wenn nur EIN Thema das Gespräch beherrscht. Oder einfach um sich selbst mal, Fragen über das Leben, zu stellen. Wir könne es nur empfehlen!

ISBN: 978-3-257-06901-3

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Kochen im Camper

Es ist nicht immer ganz einfach im Camper zu kochen. Also folgende Menüvorschläge werden sich kaum für das kommende Weihnachtsessen eignen. 

Wraps Ein super praktisches, feines Essen, das man kalt oder warm geniessen kann. 

Oft verarbeiten wir so Reste weiter, wie Gemüse und Salat. Eigentlich ist der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt; vom Klassiker Käse-Schinken Wrap bis hin zum Lachs Wrap. 

Egal ob Gemüse, Salat, Fisch oder Fleisch, es schmeckt immer!

Suppen Wir haben immer einen Vorrat Fertigsuppen dabei. Wenn man mal ganz bequem ist. Klar kann man die auch mit frischen Gemüse noch aufpeppen. Oder man kreiert selbst eine Bouillonsuppe. Gibt man noch Eier oder Käse dazu, ist es eine richtig tolle Mahlzeit.

Risotto & Pasta Risotto ist schnell und einfach und braucht nur eine Pfanne. Auch gibt es super viele Variationen davon! Mit Gemüse, Pilze, Käse, Safran oder was du gerade in deinem Kühlschrank findest. Auch Pasta ist ganz klar hoch im Kurs. Die Saucenvarianten sind auch riesig. Bei Faulheit nur ein fertiges Pesto oder Tomatensauce aus dem Glas. Darf es mal etwas «ausgefallener» sein, gibt es zum Beispiel Thonspaghetti oder Carbonara.

Curry Am liebsten mögen wir das Thai Curry, also mit der Basis von Kokosmilch und Currypaste. Auch hier gibt es eine Auswahl; ein Hähnchen-, Fisch- oder Gemüsecurry. 

Grillen Frisch gefangenen Fisch, ein Schweinsfilette oder Gemüse, es gibt tausend Möglichkeiten! Und für uns auch ein Bonus, man kann es draussen machen und muss nicht im Camper kochen! 

Fondue & Raclette, wer es glaubt oder nicht, es ist nicht so schwierig auch im Ausland und im Camper ein gutes Fondue oder Raclette zu machen. In Australien haben wir Beispielsweise ein Rezept für Fondue gefunden mit einheimischem Käse. In Schweden und Spanien haben wir ein Raclettekäse aus Frankreich gefunden. Also unmöglich ist es nicht, man muss nur die Augen offen halten. 

Nicht vergessen, den Racletteofen muss man dafür nicht mitnehmen, nur das Raclettepfännchen. Dann auf den Gasherd, zum Lagerfeuer oder auf dem Gasgrill.

 


 

 Von der Idee zum Buch

Die Idee zu meinem ersten Kinderbuch ist natürlich in Australien entstanden. 

Als ich erfahren habe das meine Nichte das Licht der Welt erblicken wird und wir das verpassen werden. Ich wollte ihr unbedingt etwas mitbringen und mitgeben, wenn wir schon die ersten Monate ihres Lebens verpassen.

In Australien gibt es viel faszinierendes, aber allem voran ist es wohl die Tierwelt. Mit Tieren die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Also die Figuren waren schnell klar, aber was wollte ich dem kleinen Kind an Werten mitgeben? Auch das kam wie von selbst. Noch bevor wir Australien verlassen hatten, war das Buch fertig. Dachte ich jedenfalls... 

Was danach kam, war für mich wesentlich schwierig als die Geschichte zu schreiben.

Nur ein Teil ging ebenfalls wie von selbst: Ein Kinderbuch sollte für mich ganz klar Zeichnungen enthalten. Ich kann überhaupt nicht zeichnen, also wendete ich mich an die einzige Künstlerin die ich kenne. Meine Tante. Glücklicherweise erklärte sie sich sofort bereit meine Geschichte zu malen. Wie ich finde unglaublich gut, auch wenn sie selbst nie in Australien war. Dann kam der schwierige Part. Wie mache ich ein Buch?

Plötzlich beschäftigten mich Fragen wie: Braucht man einen Verlag? Wie gut ist meine Rechtschreibung wirklich? Wie erstellt man ein Buchcover? Wie digitalisiert man die gemalten Bilder am besten, in Bester Qualität? Wie teuer wird diese Unternehmung? 

Fragen über Fragen...

Die Arbeit am Computer machte mir meistens Spass, ich lernte viel neues. Das ganze Layout dauerte aber eine Weile, auch weil ich ja mittlerweile wieder arbeiten ging. 

Die Bilder digitalisierte ich selbst und bin mit der Qualität durchaus zufrieden.

Ich suchte im Internet nach Lektoren, schon nach einer halben Stunde war klar: 

Das übersteigt definitiv mein Budget! Also war ich auf die Hilfe von sprachbegabten Freunden angewiesen. Die sich alle bereit erklärt haben zu helfen und diesen Haufen Arbeit auf sich zu nehmen! Danke nochmals! 

Ich fand heraus das ich keinen Verlag brauche, versuchte es trotzdem bei zwei kleinen Verlagen. Die meine Geschichte aber höflich ablehnten. Also hiess es: self-publishing. 

Dazu musste ich jetzt eine bezahlbare Druckerei finden. Und mir Gedanken dazu machen ob ich mir eine ISBN Nummer kaufen wollte oder nicht. Ich entschied mich im letzten Moment noch dafür. Nur für den Fall, wenn es Skippy doch noch in Kinderbuchläden schaffen würde. Und «gründete» so kurzerhand auch gleich den Monstravel Verlag.

Die letzte Knacknuss war das Buchcover. Daran biss ich mir fast die Zähne aus. Ich musste feststellen das hier meine Computer- und kreativen Fähigkeiten wohl enden. 

Glücklicherweise übernahm dann Urban Illustration mein Problem.

Und der Verkaufspreis? Ich erstellte tatsächlich ein Excel mit den bisherigen Ausgaben. Es half mir aber bei der Entscheidung bezüglich des Buchpreises nicht vollständig. Ich stöberte im Internet und in Buchläden nach vergleichbaren Kinderbüchern und deren Preise.

Nun ist das Buch fertig, das es sich danach nicht einfach von selbst verkauft, hatte ich völlig vergessen. Also musste ich zuerst den Webshop erstellen und dann Werbung machen. Ich wählte die gratis Variante für Werbung; Social media. Aber wieviel Leute erreicht man da durch tatsächlich? Jedenfalls genug um meine 1.Auflage von 100 Stück zu verkaufen. Die 2. Auflage ist nun bestellt und ich überlege mir weitere Marketingstrategien. Daneben schreibe ich noch an meinem 2. Kinderbuch. 

Es ist auch nicht ganz einfach die Nachbestellung, den Versand und die Werbung von unterwegs zu erledigen. Aber zum Glück habe ich zuhause einen tollen Versandmanager und eine Qualitätskontrolleurin (meine Eltern:-))!

Genug Geld verdienen, um es zum Beruf zu machen, werde ich wohl nicht, aber ich bin gerne eine Hobbyautorin. 

 


Was «Frau» beim Campen dabei hat:

 

Eine ganze Packung Haargummis. Nicht nur ein oder zwei Stück. Da diese immer mal wieder verschwinden oder kaputt gehen. Und man kann nicht nur die Haare damit zusammen binden. Man kann offene Packungen verschliessen oder auch etwas festmachen.

 

Haarseife, man muss sich und die Haare daran gewöhnen, aber nachher ist es super, ich würde nie mehr auf ein herkömmliches Shampoo wechseln. Die Haare fetten weniger schnell nach, was bedeutet das man sie Sorglos auch mal nicht zu waschen braucht und man hat keinen Abfall!

 

Schlauchschal Multifunktionstuch, bei Wind um die Haare im Zaum zu halten, bei Kälte um den Nacken zu wärmen oder beim Sport. Und heutzutage ist es auch ganz zweckmässig wenn man den Mundschutz vergessen oder verloren hat. Noch etwas positives, es braucht kaum Platz!

 

Pyjama und Sportkleidung Klar gibt es Temperaturen wo es bequemer ist in langen Hosen und Langarmshirt zu schlafen. Aber zwei Paar, mit Teddybären übersäten, flauschigen Pyjamas, dabei zu haben empfehle ich nicht. Nehmt doch etwas mit was ihr auch sonst tragen könntet. Zum Beispiel beim Sport oder wenn es draussen ganz kalt ist sich auch für eine Zwiebelschicht eignet.

Wenn wir schon bei der Bekleidung sind. Nehmt bequeme Sachen mit! Kleider die auch einmal eine heisse Wäsche und den Tumbler überleben. 

Kopfbedeckung und gutes Schuhwerk nicht vergessen! ;-)

Auch ein Kleidungsstück das ich sehr empfehlen kann ist die Leggings. Für unter einem Rock, auch zum schlafen ok, für Sport oder wenn es ganz kalt ist unter den Jeans.

Natürlich die Sachen nicht zuerst beim Sport anziehen und dann zum schlafen, vielleicht eher umgekehrt... ;-)

 

Kindle! Ich liebe Bücher und lesen. Aber Gepäckmässig kann man natürlich nicht einen Stapel Bücher mitnehmen. Deshalb habe ich seit unserer Weltreise 2012/13 einen Kindle. Einen E-Reader kann ich als Leseratte sehr empfehlen.

 

Liebe Frauen, nehmt doch gar keine Schminke mit. Das spart viel Zeit und Platz. Man kann zum Beispiel eine

getönte Tagescreme anstelle von Make-up brauchen. Wenn man eine wählt mit Sonnenschutz Faktor braucht man sich zusätzlich an einen normalen Tag draussen, keine Sorgen mehr zu machen.

 

Schmuck, genau wie beim schminken ist hier mein Moto, weniger ist mehr. Lasst die teuren Sachen und die Erbstücke von der Oma Zuhause. Man möchte ja weder bestohlen werden noch die teuren Sachen in der Campingdusche vergessen. Meine Lieblings Teile sind selbstgemachte Armbänder von Freundinnen. Auch kann man sich ja vielleicht kleine Ohrstecker als Souvenir unterwegs mal leisten.

 

Auch wenn ihr keine Yoga Fans seid könnte etwas davon für euch praktisch sein.

Eine Yogamatte, ein Yogatuch mit Noppen oder ein Sarong.

Denn diese Dinge eigenen sich nicht nur für Yoga, sondern auch für Fitnessübungen und faul auf dem Camping oder am Meer rumliegen.

Sogar um einem Blick unters Auto oder den Camper zu werfen kann es empfehlenswert sein.

 

Wenn Frau alleine Campen geht; ist es sicher von Vorteil einige Werkzeuge dabei zu haben. Auch ganz praktisch dabei zu haben ist: eine Rolle Panzertape und Kabelbinder. Auch ich habe damit verschiedene Dinge schon reparieren können. Schweizer Sackmesser nicht vergessen!

 

Und nochmals zusammengefasst weniger ist mehr, vor allem wen man mit einem Zelt, Auto oder Bus unterwegs ist. Wer natürlich ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil hat, darf schon mal etwas mehr einpacken. Praktisch sind alle Dinge die mehr als nur einen Zweck erfüllen. Natürlich ist die Liste nicht komplett, nur eine kleine Anregung.

Achtung, der Beitrag kann unbezahlte, unabsichtliche Werbung enthalten. 


Gibraltar 

gehört zum Britischen Überseegebiet. Die Amtssprache ist Englisch und die Währung ist Gibraltar Pfund. Das nicht sehr geläufige Autokennzeichen ist GBZ. 

Es ist der einzige Ort in Europa, an dem Affen freilebend vorkommen. Eine Legende besagt, dass die britische Herrschaft in Gibraltar beendet sei, sobald der letzte Affe den Felsen verlassen hätte. 

Die Halbinsel Gibraltar umfasst eine Landfläche von 6,5 km², wobei die Grenze zwischen Gibraltar und Spanien nur 1,2 Kilometer lang ist. Auf der spanischen Seite der Grenze liegt die Stadt La Línea de la Concepción, dazu gibt es auch eine Serie auf Netflix. 

Was uns aber am meisten fasziniert sind andere Dinge.

Die Grenzkontrolle wird hier wirklich noch durchgeführt. Wir warten, mehr oder weniger geduldig, fast eine halbe Stunde an der Grenze. Was danach kommt ist einzigartig. Die Start- und Landebahn des Gibraltar Airport führt über die Hauptstrasse. So fahren wir mit Bänzu eigentlich über einen Flugplatz! 

Wir wissen schon das es in Gibraltar keine Mehrwertsteuer gibt, aber auf der Shoppingmeile an der Main Street kommt man sich ein bisschen vor als wäre man am Flughafen. Tabak und Alkohlläden, sowie Elektronikshops und Wechselstuben beherrschen das Stadtbild. Aber ansonsten fühlt es sich an als wären wir in unserem geliebten England gelandet. Wären da nicht die Palmen, Mandarinenbäume und das angenehme Klima. Auch modisch sind die Gibraltar eher den Engländern angepasst als den Spaniern. Alles ist auf Englisch beschriftet und auch die roten Telefonzellen und Postboxen sind vorhanden. Es gibt die typischen englischen Läden Debenhams und Marks&Spencers. Also ganz klar war als nächstes auf dem Programm steht, ab ins Pub!!! Im Lord Nelson Pub bestellen wir unseren Favoriten; Fish & Chips. Normalerweise würde auch ein Bier oder ein Cider dazugehören, aber das lassen wir bleiben, es ist erst Mittag. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit und das Beste ist, es besteht keine Sprachbarriere mehr. 

Der Besuch bei den frechen Berberaffen verschieben wir aufs nächstes Mal. Gerne würden wir dann mit der Seilbahn oder zu Fuss den Affenfelsen erklimmen. Der Felsen ist 426m hoch und ragt steil aus dem Meer und fällt schon von weitem ins Auge. Die Stadt selbst schmiegt sich an seine Westflanke. Wir umrunden die Halbinsel mit dem Auto, quetschen uns durch enge Tunneln die in den Felsen gehauen sind. Im Fels befindet sich übrigens ein 50km langes Tunnelsystem, die ersten wurden schon 1780 gegraben, weitere kamen im 2. Weltkrieg hinzu. Der flache Teil Gibraltars wurde mit diesem Material vergrössert. Trotzdem bleibt neben dem Flughafen, einige militärische Einrichtungen, dem grossen Friedhof für Gefallene aus den Weltkriegen und dem Naturschutzgebiet nicht mehr viel Platz für die 34’500 Einwohner. 

Unser Ausflug nach Gibraltar hat sich wirklich gelohnt und wir werden wenn möglich wiederkommen.

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