Unterwegs mit Balu

Portugal

Die letzten Tage in Tarifa verbringen wir mit einer kleinen Shoppingtour, einem Abendessen mit Freunden im Restaurant und einigen schönen Wanderungen. 

In Spanien ist der 6. Januar ein Feiertag, also gibt es auch für uns am Dreikönigstag einen selbstgebackenen Königskuchen. Da es hier keinen Brauch ist einen König darin zu verstecken, platziere ich eine Mandel als Ersatz. Gar nicht schlecht für meinen ersten Königskuchen und das noch im Camper. 

Dann ist es soweit und wir verabschieden uns von unseren neuen Freunden und Tarifa und ziehen weiter nach Portugal. 

Aber vorher besuchen wir noch die Hauptstadt Andalusiens. Sevilla bietet eine hübsche Altstadt und noch so allerlei. Der Plaza de Espana ist beeindruckend ebenso wie die drittgrösste Kathedrale der Welt. Etwas anders ins Staunen kommen wir bei der Eisbahn direkt am Hafen. Bei fast 20 Grad Eislaufen zu gehen scheint uns irgendwie sonderbar, aber die Spanier haben grosse Freude daran. 

140 Kilometer nach Sevilla kommt die Grenze zu Portugal, die wir ohne Probleme passieren. Nach der Grenze dürfen wir die Uhren umstellen und bekommen so eine Stunde geschenkt. 

Die erste Ortschaft in die wir fahren ist ein kleiner Ort namens Tavira. Wo wir jedoch nicht bleiben, aber während eines Kaffees die grosse Lagune bewundern. 

In Faro fahren wir auf eine kleine Insel. Ilha de Faro ist bewohnt, hat einen Campingplatz und ist durch eine schmale Brücke mit dem Festland verbunden. Auf einer Seite ist der weite Atlantik und auf der anderen Seite blickt man über eine Lagune nach Faro. 

Eine kleine Passagierfähre bringt uns nach Faro in die Stadt. Durch einen gewaltigen Torbogen betritt man die Altstadt, die Häuser jedoch sind mehrheitlich unbewohnt. Die Hafenstadt hat ihr eigenes Flair, zwischen heruntergekommen und schön. Am meisten mögen wir die Störche, die sich hier überall breit machen, auf Hausdächern genauso wie auf Starkstrommasten. Lange sehen wir den Tieren zu und hören ihr lautes Geklapper. Auch bei der Überfahrt mit der kleine Fähre gibt es viele Vögel zu sehen; Kormorane, Graureiher, Standläufer und Löffler sind vom Boot aus zu erkennen. 

Der Sonnenuntergang im Atlantik ist ebenso schön und farbenprächtig wie in Tarifa. 

In Lagos, 90 Kilometer weiter, sehen wir uns die berühmte Ponta da Piedade an. Die Felsklippenlandschaft erinnert uns sehr an die Twelve Apostles in Australien. Yannick meint man muss also nicht um die halbe Welt um ein solches Naturspektakel zu sehen. Was aber auch deutlich hervor sticht ist, wie viel stärker diese Gegend besiedelt ist, im Vergleich zu Australien. Was man ehrlicherweise auch noch erwähnen muss ist, das die Twelve Apostles 60 Meter hohe Felsen sind, während die Klippen hier 20 Meter hoch sind.

Die Landschaft ist noch grüner geworden seit wir Spanien verlassen haben und die Blumen blühen. Die Temperaturen sind immer noch sehr angenehm und die Sonne scheint jeden Tag. So lässt es sich doch im Winter aushalten. 


Verregnete Weihnachten, windiger Silvester

Die Weihnachtstage verbringen wir auf dem Camping Rio Jara in Tarifa. Wir feiern zu Dritt, Yannick’s Bruder ist ebenfalls mit seinem Auto auf Reisen. 

Meistens reichen die Regenpausen für einen kurzen Spaziergang, ansonsten verbringen wir die Zeit im Auto beim Spielen oder unter der Markise. Die Laune lassen wir uns nicht verregnen. 

In der Altjahrswoche fahren wir für zwei Tage nach El Palmar zusammen mit einer Gruppe Norddeutsche die wir kennengelernt haben. Es gibt ausnahmsweise keinen Wind und die Tage sind schön und warm. Tarifa ist das Mekka für Kiter und El Palmar für Wellenreiter. Auch die Jungs versuchen sich mal ohne Kite auf dem Surfboard. Aber das Kiten liegt ihnen besser...

Zurück in Tarifa ist auch der Wind wieder da. Fast im Minutentakt traben die Jungs über die Dünen an den Strand um zu sehen ob schon genug Wind da ist um zu Kiten. Während ich suchend über die Dünen laufe und ein einigermassen windstilles Plätzchen suche um meine Yogamatte auszubreiten. 

An Silvester bläst der Wind stark, auch noch Abends. Was uns trotzdem nicht davon abhält mit unseren neuen Bekannten draussen einen gemütlichen Racletteabend zu machen. 

Bevor das 2021 zu Ende geht habe ich einen Jahresrückblick gemacht: Ich hatte eine geniale Zeit in der EUFOR, habe dieses Jahr viele nette Leute kennengelernt, mein 2. Kinderbuch ist herausgekommen, drei Zeitungsartikel über mich und meine Bücher sind in diesem Jahr erschienen, ich durfte eine wunderschöne Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen, ich habe eine Unmenge an tollen inspirierenden Büchern gelesen, mich viel bewegt und meditiert, dutzende erstklassige Sonnenauf- und Untergänge gesehen, ich bin wieder auf Reisen mit meinem Lieblingsmenschen in unserem schönen neuen Zuhause Balu und ich habe so oft gelacht.

Natürlich ist auch bei mir nicht alles Friede, Freude Eierkuchen, wo gibt es das schon!? Aber auch oder vor allem aus Krisen kann man viel lernen. Meine gesundheitlichen Probleme beispielsweise haben mir gezeigt wie selbstverständlich wir es nehmen Gesund zu sein. Wie oft wir nicht auf unseren Körper hören und wie dankbar wir eigentlich sein sollten Gesund zu sein und diesen Körper zu haben. 

Dankbar für alles was ich im 2021 gelernt und erlebt habe schliesse ich das Jahr ab und erwarte mit Freude das 2022. Auch euch wünschen wir von Herzen nur das Beste für das neue Jahr. 

Das neue Jahr beginnt für uns wie das alte aufgehört hat. Mit Sonne, Meer, Strand und vielen glücklichen Gesichtern. 


Neues und altbekanntes

Wir haben schon letztes Jahr einige Zeit in Tarifa verbracht und trotzdem sind wir jetzt wieder hier. Denn Tarifa hat nicht nur für Kitesurfer einiges zu bieten. Auch für mich ist es ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. In Treasure Island durften wir die schönen Sonnenaufgänge im Meer betrachten und hier in Tarifa gibt es stattdessen grossartige Sonnenuntergänge im Meer. Ebenso beeindruckend aber irgendwie auch bedrückend sind die riesigen Frachtschiffe die an der Küste vorbeiziehen und riesige schwarze Rauchschwaden hinterlassen. 

Seit Tagen bläst der Levante unaufhörlich. Der warme Ostwind lockt Yannick beinahe täglich aufs Kiteboard. Was für mich aber die Strandspaziergänge etwas ungemütlich macht.

Aber jede Wanderung oder Spaziergang hier hat etwas ganz eigenes zu bieten. Im Pinienwald zwischen Punta Paloma und Bolonia ist es warm,«fast» windstill und es duftet herrlich nach warmen Pinien. Wenn man den Hügel in Bolonia erklimmt gibt es Geier an den Felswänden zu sehen und man ist mitten im Eukalyptuswald. Der betörende Eukalyptusduft erinnert mich an Australien.

Die Auswahl der Hügel auf die man in Tarifa wandern kann ist gross. Jeder eröffnet einem eine wunderschöne Aussicht. Neben den vielen Aussichtspunkten gibt es auch eine Buddha Höhle zu bestaunen, die ich besucht habe. Erleuchtet sitzen vier steinerne Buddhas im Felsen, reichlich beschenkt mit Gaben aus aller Welt. 

Ist mal zu viel oder kein Wind da machen wir gemeinsam Ausflüge, nach Tarifa und Cadiz. 

Cadiz ist eine alte Hafenstadt, 100km von Tarifa entfernt. Gleich daneben in El Puerto de Santa Maria ist Kolumbus nach Amerika aufgebrochen. Aber auch Cadiz selbst hat eine bewegte Geschichte und viele Sehenswürdigkeiten. 

Neben den sportlichen Aktivitäten und Ausflügen bleibt natürlich noch viel Zeit zum geniessen. 

Mal ein Bier mit netten Nachbaren, lesen und Yazy spielen bis Yannick genug vom verlieren hat.

Täglich nehme ich mir gerne Zeit zum meditieren, ein oder zwei Sudokus zu lösen und Tagebuch zu führen. 

Natürlich gehört auch aufräumen, putzen und waschen dazu. Aber Aufgrund der Grösse unseres Haushalts, ist dies immer schnell erledigt. 

Abends nehmen wir uns gerne Zeit zum kochen. Neue Menu’s auszuprobieren gehört ebenso dazu wie das altbewährte Raclette zu essen.

Für Weihnachten habe ich mit dem Omina Campingbackofen Cupcakes gezaubert. 

In diesem Sinne, wünschen wir allen Feliz Navidad. 


Planänderung und Start

Kaum war der Einsatz in Bosnien Herzegowina beendet kam mein 2. Kinderbuch heraus, Fuchs, du hast den Schuh gestohlen. Ich hatte noch einige Wochen Zeit um es in den Buchhandel zu bringen, Zeit mit Familie und Freunde zu verbringen und dann sollte es losgehen. Nach Amerika, so war jedenfalls der Plan. Der Flug war gebucht, die Einreise sollte nun wieder möglich sein und die Vorfreude war gross. 

Aber es kam anders. 

Ganz nach John Lennon: «Life is what happens to you while you’re busy making other plans.»

Monstravel bekommt unerwartet Familienzuwachs, Balu.

Ein Mercedes-Benz Sprinter Hymer Grand Canyon S 4x4.

Unser lieber Balu hat (fast) alles was wir uns gewünscht haben als wir noch mit Bänzu unterwegs waren. Aber dazu später mehr…

Jedenfalls war jetzt Balu unser neues Zuhause und die Reise nach Amerika so mit vorerst auf Eis gelegt. 

Aber wohin jetzt, so spontan in Europa im Winter? Der erste Schnee fällt in der Schweiz, also ab in den Süden! 

In Spanien geniessen wir die Sonne, das Meer und die wärmeren Temperaturen. Der erste Stopp war in Leucat in Südfrankreich, danach nach Riumar im schönen Ebro Delta, wo Yannick das erste mal wieder kiten kann. 

Über eine Woche haben wir es uns in «Treasure Island» gemütlich gemacht. Ein Drehort des Filmes «die Schatzinsel» aus dem Jahr 1972.

Die Umgebung ist wundervoll und die Sonnenaufgänge im Meer spektakulär. Wir verbringen die Zeit mit Wandern, Yoga und relaxen.Wir machen uns mit unserem neuen Zuhause vertraut und dekorieren es. Ebenso geniessen wir die Zeit mit Freunden, die wir letztes Jahr in Spanien kennengelernt haben. 

Tarifa ist das nächste Ziel. Letztes Jahr haben wir mehrere Monate dort verbracht und wir haben es geliebt. Damals sind wir aus Bänzu ausgezogen und haben eine Ferienwohnung gemietet. Da wir mit unserem Balu aber mehr Platz und mehr Wärme haben, werden wir das Camperleben in vollen Zügen geniessen. Ebenso sind wir glücklich über den Luxus eines «Badezimmers» in unserem Balu, der mit Toilette und Heisswasser Dusche ausgestattet ist. Die weiteren Vorzüge unseres neuen Zuhause sind: 

4x4, kein Aufstelldach und trotzdem Stehhöhe, mehr Stauraum, das Bett das wir nicht mehr wegräumen müssen und Platz um auch mal bei schlechtem Wetter drinnen zu verweilen. Weitere Details zu unserem Balu gibt es ein andermal... Die Fotos gibt es aber schon!

Jetzt geniessen wir erstmal Tarifa!